Herbstblues im Garten? Niemals!
Jetzt bin ich schnell reingehuscht, vom Garten in meine Büro. Aber gleich husch ich auch wieder raus. Im Gepäck habe ich aber ein so schönes Foto aus meinem Herbstgarten. Ich bin ja gerade beim ZUSAMMENRÄUMEN.

Ja, der Herbst verlangt doch, dass ich ein wenig Ordnung schaffe im Garten.
Und irgendwie geht das alles sehr langsam.
Denn... kennst Du das? Hier blüht es, dort wachsen noch die schönsten Kräuter,... und man kommt nicht voran, weil das eine will in Schnaps eingelegt werden, das andere getrocknet für Räuchermischungen, dann wird wieder was gebündelt um im Dachboden zu trocknen, Teemischungen zeigen sich noch und Blütenöle wollen noch gemacht werden und ... hier und da... und die Blumenzwiebeln wollen in die Erde. Soll ja im Frühling alles schön blühen.
Huch.... da heißt's ganz schön werkeln. Da bekommt man allemal keinen Herbstblues.
Ich liebe ja Zierlauch. Der will nun gepflanzt werden, denn die lila Kugeln im Frühling schweben so schön über den Beeten und sind einfach ein MUSS!
die besten Sorten sind:
Allium christophi
Allium sphaerocephalon
Allium Schubertii
Allium Dutch Crown
...
Und Mäuse mögen keinen Zierlauch. Ebenso wenig wie Narzissen. Und darum pflanze ich diese Frühlingsblüher.
Dann musste ich heute unbedingt die sattgrünen Brennnesselblätter ernten und gleich trocknen. sie werden mit Goldrute zu bestem Tee vermischt. Dieser Tee zu gleichen Teilen gemischt stärkt die Nieren und hilft bei Antriebslosigkeit, Müdigkeit und echtem Durchhänger.
Die Goldrute durchflutet mit Licht und die Brennnessel schenkt geballte Marskraft.
Und die Töpfe werden mit Erika bepflanzt - sie ist das Herbstkraftkraut schlechthin.
Kleiner Gartentipp: Pflanze mal Erika, also Besenheide, in ein Beet und ziehe sie über die Jahre groß. Man muss sie nicht jedes Jahr nur im Topf haben und dann wieder im Frühling wegwerfen. Nö... sie ist ein super Blutreinigungskraut und dient als Tee, gemeinsam mit Brennnesselblättern und Rosenblüten.
Bitte aber nicht die Erika verwenden, die du gerade im Handel erstehst. Wenn du sie verwenden willst für Tee, dann muss sie schon mindestens ein Jahr in Deinem Garten Fuß gefasst haben. Dann kannst Du sie gerne als Heilkraut verwenden.
Dann gehören die Kürbisse geerntet und bei so vielen Kürbissen ist es gut, wenn man sie z. B. stückelt und vakuumiert und einfriert. Dann kann jederzeit Suppe daraus gekocht werden.
Und... Vergisst Du eh nicht, einige Samen für kommendes Jahr zu trocknen. Wir ziehen die Kürbisse aus eigenen Samen. Von Jahr zu Jahr wieder. Ebenso bei Zuchini und Gurke und vielem mehr. Wobei mein Mann der Samengärtner ist und das dankenswerterweise übernimmt.
Denn ich, ja ich muss mich ganz schönen Dingen auch im Garten widmen - nämlich dem blick für das Verwunschene, Magische und Zauberhafte.
Und da pack ich jetzt mein Foto aus.
Das habe ich soeben geschossen - und ich bin ganz verzückt. Vor einigen Jahren habe ich an meinem Waldrand drei Zwerge aus Beton platziert. Irgendwie fühlten sie sich, glaube ich, fremd. So wirkten sie auch. Aber ich liebe halt so a bisserl Gartenzwerge und so habe ich sie mal verwittern lassen und siehe da... jetzt hat sich ein Zwerg eine Schwammerlburg gebaut. Und man sieht richtig wie er sich an die Schwammerl kuschelt.
Und genau das will ich Dir heute mitgeben: Schau genau - denn zu jeder Jahreszeit findet man im Garten Momente, Augenblicke, Besonderheiten, die man wahrscheinlich nicht kaufen kann, und auch nur einmal sieht, aber genau das macht es aus. Und da hat kein Herbstblues eine Chance. Denn ein Garten bietet so viel mehr als Gemüse.
Nämlich Augenblicke , die die Seele nähren.
Von Herzen
aus dem Mühlengarten
Deine Monika






Kommentare