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Der Schwarztee der armen Leute

Nun ist er fast vorbei der liebe Mai. Und die Brombeeren beginnen zu blühen und noch ist es möglich die jüngsten Blätter der Brombeere zu sammeln um daraus den allseits bekannten "Schwarztee der armen Leute" zu bereiten.


Seit Jahren zählt dieser Tee zu meinen absoluten Lieblingen in meiner Teetasse. Warum heißt der Brombeerblättertee Schwarztee der armen Leute?

Weil er ähnlich dem Schwarztee schmeckt und die Menschen früher sich echten schwarzen Tee oft nicht leisten konnten. Also fermentierten sie Brommbeerblätter und so hatten sie auch eine köstliches Getränk, das noch dazu sehr bekömmlich ist für Magen, Darm und Energiehaushalt.

Ich war gerade am Mühlenbach. Dort schlängeln sich zu hunderten die Brombeerranken entlang.

Ich bin von einer zur nächsten gegangen, die Füße im kühlen Bach und in einer Hand eine Schüssel zum Sammeln.

So wie es die Kräuterfrauen immer machten. Von Pflanze zu Pflanze gehen und sammeln. Meditativ, ganz versunken und gedankenleer.


Hast du scshon einmal Bormbeerblätter fermentiert? Es ist ganz easy. Und es ist wahr - der Geschmack erinnert an Schwarztee - nur dass er kein Teein enthält. Dafür enthält Antioxidantien und Flavonoide und Tannine. Ich reichere den getrockneten Tee gerne mit verschiedenen Blüten, so kann ich verschiedene Geschmacks- und Wirkrichtungen erzielen.

nachdem wir superheißes Wetter haben, ist die Fermentation jetzt leicht umzusetzen. Meiner Variante habe ich den Namen "Dornröschen" gegeben - da mich die Brombeere einfach immer das alte Märchen der Gebrüder Grimm erinnert.


Wie wird"s gemacht?


“Dornröschen”

 

Fermentierter Brombeerblättertee

 

Dieser Tee hat ein besonderes Aroma. Zum Frühstück, als Grundlage für selbstgebrauten Eistee, als Schwarztee- Ersatz, als Grundlage für viele verschiedene Teemischungen.

Es werden frische junge Brombeerblätter bei sonnigem, trockenem Wetter gepflückt und auf einem netten Baumwoll- oder Leinentuch im Schatten ausgebreitet. Sind die Blätter einige Stunden angetrocknet, so werden sie mit der Schere in Streifen geschnitten. Mit Wasser besprühen und mit dem Nudelholz walken, so dass alle Blätter halbwegs gleichmäßig feucht sind. Nicht zu nass!!! Nun werden einige Zitronenschalenzesten auf den feuchten Blättern verteilt und alles mit dem Tuch gut eingerollt. Dieses Packerl wird nun in ein Plastiksackerl gegeben, gut verschlossen und für ca 2 – 3 Tage an einen heißen, sonnigen Platz liegen gelassen. Nun geschieht die Gärung – das Fermentieren. Nach den 2 – 3 Tagen das Packerl öffnen und die gesamte Mischung trocknen lassen.

Nun können verschiedene getrocknete Blüten dazugemischt werden, um eine besonderes Aroma zu erzielen. Herrlich schmecken Rosenblüten, Ringelblumenblüten, Malvenblüten, ebenso aber auch Pfefferminzblätter, Ananassalbei oder Lavendelblüten. Hier kann sich die Kräuterteehexe richtig austoben und die beste Geschmacksvariante herausfinden. Der Tee kann abgekühlt auch als Eisteeersatz verwendet werden. Dies er Tee war früher der Schwarztee der armen Leute.

 

Fermentierte Lebensmittel haben einen Verdauungsgang bereits hinter sich, deshalb sind sie für unseren Körper sehr wertvoll. Weniger Energie muss aufgewendet werden um die Nährstoffe aufzunehmen.


Ich wünsche Dir einen zauberhaften Maiausklang und gutes Gelingen!


Deine Monika Rosenstatter


 

 


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