Altweibersommer - Zeit für Magie im Garten
- Monika Rosenstatter
- vor 11 Minuten
- 1 Min. Lesezeit
Manche haben es schon bemerkt. Ich gartle mich durch den Sommer, durch mein ganzes Leben. Ich habe da eine Vision, und an dieser arbeite ich fieberhaft. Ja, mit voller Tat und Begeisterung. Täglich. Und egal wie lang es noch dauert - es kommt der Tag. Da bin ich dann fertig und dann lad ich die Welt zu mir ein.
Der Altweibersommer weckt jährlich Gefühle von Magie, Zauber, Unbekanntem in mir. Es ist als läge ganz viel Greifbares in der Luft. Und frau muss nur leise sein, still sein und beobachten. Und webt die Spinnenfrau täglich neue Netze. Wohl auch im Haus - was ich nicht ganz so cool finde, und doch lass ich auch im haus die Netze oft einige Tage um zu lesen.
Spinnen sind verankert in dieser und der anderen Welt. So erzählt man sich. Vier Beine hier und 4 Beine dort. und sie webt ihre Lichtfäden und Netze.
Ich lese in diesen Netzen. Was erzählen sie mir. Von mir, von der Welt. Von anderen Welten. Und dann schnapp ich den Faden, den Lichtfaden und webe ein in diese Welt, was gesehen und gewirkt werden will.

Angst habe ich nicht vor Spinnen. Ganz im Gegenteil. Sie machen harten Kanten rund, sind magische Traumfänger, Fliegenfänger, Gemälde von Mutter Natur.
Und für Gärtner, die traurig sind, weil schon so viel in ihrem Garten verblüht ist. Meine Stauden tragen Blüten aus Spinnennetzen und sind sogar bewohnt. Von Wespenspinnen, Kreuzspinnen, und was weiß ich noch allem. Altweibersommer. Ja, die Weisheit der alten Weiber - die ist mächtig.
Herzlichst Eure Monika






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