Die Eberesche - Die Beere der Vögel
- Monika Rosenstatter
- vor 25 Minuten
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Eberesche – Sorbus Aucuparia – Aberesche – Queckbaum – Drosselbeere - Krammetsbeere
Die Eberesche wartet mit einer Menge an Vitalstoffen auf. Glucose, Saccharose, Org. Säuren, Apfelsäure, Vitamin C, Carotin, Vitamin K, Vitamin E, Folsäure, Pektine, Mangan, Eisen, Zink, Kupfer, Magnesium. Sehr wertvoll für den Magen- Darmtrakt, blutbildend, stärkt die Nieren, Venuskraft, entzündungshemmend. Leicht abführend wegen der Parasorbinsäure. Reinigend würde man sagen. Das Sorbit macht bei einem Tee der aus getrockneten Beeren angesetzt wird, den leicht süßen Geschmack. Wird auch bei Skorbut, Erkältung, Bronchitis, Heiserkeit, bei Krämpfen, Kopfschmerzen und Menstruationsproblemen angewendet. Das Fruchtfleisch der Beere wirkt ungesüßt, da von Natur aus bitter und zusammenziehend, auf die Doshas Kapha und Pitta harmonisierend und beruhigend. Das Dosha Vata dagegen wird bei Genuss der Vogelbeeren in ungesüßter, aber dennoch verarbeiteter Form, angereizt und erhöht. Die Eberesche steht in Beziehung zur Venus (Jupiter und Mars sind auch sehr stark beteiligt).Stärkende Anwendungen nach der Pflanzenastrologie bei Unterfunktionen der Nieren, bei Hals-Rachenerkrankungen. Sie hilft Menschen, die stark in der Vergangenheit leben, und Mühe haben, die Gegenwart zu finden. Solche Menschen sind oft in sich verhaftet und in sich gekehrt. Sie lösen eine Art Selbstvergiftung auf allen Ebenen aus. Organisch könnte man bei der Eberesche von „Blutreinigung“ sprechen, im übertragenen Sinn auch von „Seelenreinigung“.
„Die Frucht ist die Vollkommenheit im Sein“
Da heuer ein besonders gute Voglebeerjahr ist, gebe ich Dir einige Ebereschenrezepte an die Hand. Schreib sie in Dein Rezeptbüchlein und vor allem fülle Deine Vorratskammern damit auf.
Ebereschentee
Auch aus den Beeren kann man Tee aufbrühen. Die frisch gepflückten Beeren werden nach dem waschen einige Tage in die Tiefkühltruhe gelegt. Danach kann man sie bei ganz geringer Hitze (Stufe 40 Grad) im Backofen etwa 30 Minuten trocknen. Zu einem ¼ Liter Wasser nimmt man einen gestrichenen Esslöffel getrocknete Beeren und läßt den Tee 15 Minuten ziehen. Oder man setzt die Beeren kalt an und lässt diesen Tee auf einem Stövchen über einer Kerze sich sanft erwärmen. Mir kommt vor, dass dieser Kaltansatz sogar noch intensiver wirkt. Tee aus den Früchten (Aufguss aus getrockneten Beeren) ist besonders Kapha beruhigend. Ebenso als Frischpresssaft, als Mus oder durch Kauen der getrockneten Beeren. Die frischen, vor allem aber die getrockneten Beeren zeigen eine sehr gute Wirkung bei Heiserkeit.
Vogelbeeren-Marmelade
1 kg Beeren750 g Zucker, Vanille, Zimt oder Ingwer. Nachdem die Beeren „entbittert“ wurden, diese zerdrücken und mit dem Zucker einige Stunden stehen lassen. Dann unter Rühren und Abschäumen bis zum Gelieren kochen (auf kaltem Teller muss ein Tropfen der Masse sofort gelieren). Die beste ayurvedische beruhigende Wirkung erzielt man, wenn Zimt (Pitta harmonisierend) oder Ingwer (Kapha harmonisierend) zugesetzt wird. Dieses Rezept ist sehr beliebt bei meinen Männern. Ich nenne dies die „Preiselbeermarmelade des Flachlandes“. Sie passt ja so gut zum Wienerschnitzel.
Ebereschensenf

500 g in über Nacht in Essig eingelegte Ebereschenbeeren, 500 g Birne oder Apfelstücke, 250 ml Apfelessig, 200 ml Birnendicksaft oder Apfelsaft, 1 kg Zucker, 3 EL gemahlene Senfkörner.
Die Früchte, welche über Nacht in Essig eingelegt wurden, dadurch entbittert sind, werden mit den Birnen, dem Essig, Apfelsaft und Zucker weichgekocht. Ist alles schön sämig, dann kann püriert werden. Nun wird in die heiße Masse noch das gemahlenen Senfpulver eingerührt, in Gläser abgefüllt und …. Da haben wir den Senf!
ich wünsche dir einen beerigen Spätsommer und sende dir die besten Grüße
Deine Monika aus dem alten Mühlengarten





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