Abwarten und Tee trinken...

Der Herbst beginnt und mit ihm meine Lieblingsjahreszeit. Natürlich ist diese Zeit auch wieder begleitet von duftendem Tee. Sobald die Abende kühler werden, dampft der Teekessel wieder. Noch immer hole ich nach wie vor die frischen Kräuter aus dem Garten. Für den Frühstückstee, für den Nachmittagstee und auch für die abendliche Teetasse, die mein Mann und ich immer trinken. Meist so kurz nach 20 Uhr sag ich: Magst noch a Tasse Tee?

Und es kommt immer ein Ja.

Es gibt ja riesige Angebote an Teemischungen und Varianten im Handel. Und in Zeiten der Nahrungsergänzungsmittel hat bekanntlich das Tee trinken zu Heilzwecken sehr abgenommen.

Tee trinken erfordert Muße, Zeit, die Gabe für Genuss und soll ein Tee gröbere Leiden lindern, dann auch viel Geduld. So manche Teekuren, vor allem diejenigen, die auf den guten alten Rezepturen basieren von Aschenbrenner, Treben und Weidinger, brauchen wochenlanges Trinken. jedoch können solche durchgehaltene Teekuren wirklich den Körper von so manchen Wehwehchen befreien.

Heute möchte ich wieder einmal an den berühmten 6er Tee von Eva Aschenbrenner erinnern. Sie war wohl eine der berühmtesten Kräuterfrauen.


Der 6er Tee wird aus folgenden Kräutern gemischt:

Ringelblume, Birkenblätter, Walnussblätter, Schafgarbe, Brennnessel und Melissenblätter


Diese Teemischung wird für 6 Wochen als Kur getrunken, um den Körper mal richtig zu reinigen und das Feld neu zu bereiten. Er hilft bei Ablagerungen in den Gelenken, unterstützt bei Migräneleiden und fördert den Stoffwechsel und die Regeneration allgemein.


Nun, oft bleiben bei kräuterlichen Unterstützungen oder Kuren die Wirkungen aus, weil einfach das Dranbleiben bei den wenigsten klappt. 6 Wochen täglich 1 Liter Tee davon trinken, erfordert Ausdauer.


Dosiert wird der Tee wie folgt:

4 gestrichene Esslöffel 6er Tee in einen Topf geben. Mit 1 Liter sprudelnd kochendem Wasser übergießen. Das ganze nochmals kurz aufkochen und anschließend 10 Minuten ziehen lassen. Täglich davon 1 Liter trinken.


Ja, und so heißt es dann abwarten und Tee trinken. Und mitunter auch schon bald die positiven Wirkungen und Veränderungen erspüren an Körper, Geist und Seele.


Ich wünsche Euch ein wunderbares Eintauchen in die Herbstzeit und duftende Teestunden.


Möge die Dankbarkeit überwiegen und somit die Waage Zeit im Tierkreis einläuten. Die Waagezeit schenkt uns den Blick in den Raum für Harmonie und Ausgeglichenheit. Der Blick richtet sich nun auch wieder nach Innen. Manches wird nun gehen, von dem wir nicht erwartet haben, dass es geht, dass es vergeht. De Zeitenwandel dreht seine Kreise. Tee ist die beste Begleittherapie für Begleiterscheinungen in dieser so ach so turbulenten Zeit.


Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.

Marie von Ebner-Eschenbach