Wenn ein Ort zu neuem Leben erwacht

„Vieles aus alten Zeiten und alten Tagen erstrahlt nun in neuem Kleid. Das alte darf sich verwandeln und es darf in unserer Mühle ganz sanft neu geboren werden! Es geht leicht, leise und geschieht einfach, wenn man sich ganz und gar dem Fluss der Dinge hingibt. Es sind immer die richtigen Menschen am richtigen Ort und die Natur schenkt den nötigen Raum!"

Frühlingserwachen in der alten Mühle.


Vielleicht hätte manch anderer das alte alter Marterl entfernt. Schief, verrostet, gezeichnet von den Zeichen der Zeit. Ich habe es nun wochenlang umkreist und ihm nun einen würdigen Rahmen geschenkt, ein Lichtlein und eine Wasserschale ins neue Fundament aus Bachsteinen gewebt. Duftveilchen und Pfingstrosen waren noch da, wurzelten bereits. Ein Kranz aus Waldreben Moos und Efeu lädt ein zum Innehalten und Ankommen. Amethyste und duftender Rauch umspielen das alte schiefe Kreuz. Ein Stück neu eingehauchtes Leben begrüßt nun den Menschen der diesen Weg geht.






Das Marterl steht vor einem uralten Walnussbaum mit einem alten Astloch. Früher stellte man in so alte Astlöcher oft Marienfiguren. Ich glaube, das werde ich wohl auch machen. Da muss ich jetzt tüfteln, welche Madonna diesen Ort beziehen darf.













Zufälle gibt es nicht! Letzte Woche schon kaufte ich für das Marterl Duftveilchen und Pfingstrosen. Und als ich vorgestern dann das Projekt startete, in der "Scheibtruhe" Schaufel, Gießkanne, Farbe und die Pflanzen zum Marterl kutschierte und dort Neues zu schöpfen, traute ich meinen Augen nicht. Es blühten überall am Boden Duftveilchen und hinterm Nussbaum trieb bereits eine Pfingstrose ihre Blätter aus der Erde. Also war ich am richtigen Weg.










Im Fundus der Mühle, ich glaube ich mache ein Museum draus (;), hat sich die alte Laterne gefunden, der "Weichbrunntiegel" und die Amethyste zogen aus meiner Welt in den Hennergraben. Im alten Schmalztiegel duften die Räucherstäbchen und hüllen alles in wohlriechenden Rauch und so verbinde ich viele Kulturen und wohl auch Zeiten der Menschheit.








Die vergangene Woche war gefüllt von Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten und vom Entdecken der alten Werkzeuge, die vor langer Zeit der Landwirtschaft dienten. Diese Mühle war eine Mühle in der der Mehl gemahlen wurde und in der auch Bretter geschnitten wurden. Also eine Korn- und eine Sägemühle. Manchmal im Jahr war Zeit, Getreide zu mahlen, und das war ja nicht immer im Jahr der Fall, die andere Zeit wurde genutzt um aus Bäumen Bretter zu sägen. Das Schwungrad ist so mächtig, und das Mühlrad ebenso. Das ist dann aber eine andere Gesschichte.


Herzlichste Grüße Monika



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