Vom Ich zum Du zum Wir

Helena und ich machen uns viele Gedanken und bereiten gerade das Nest für die Mühlensommertage. Was ist unsere Intention, was unser Anliegen, wofür wollen wir den Grundstein legen? So tragen wir Tag für Tag zusammen, was jeder von uns am Herzen liegt, was wir für die Mitwirkenden bereiten und für unsere Besucher. Alles soll sich im Raum der Kreiskultur bewegen dürfen.

Und so ist es, dass im Kreis die Menschen sich auf Augenhöhe begegnen.

Für uns ist es mehr denn je wichtig, dass jeder Mensch das ihm innewohnende Potential leben kann. Sei es Kind, Frau, Mann, Jung oder alt.

Und so wollen wir die Perlen der einzelnen Menschen die allesamt bei den Mühlensommertagen dabei sind, glänzen lassen. Freude am Sein und Heilen in Tun ermöglichen.

Als zwei Künstlerinnen kennen wir den Weg nur zu gut, den es heißt zu gehen, wenn man das Innerste ausdrücken will.

Sei es in Musik, Sprache, Schrift und Wort, in Form, Farbe, in Wissen weitervermitteln, ... Selbst in der Heilkunde ist es so, dass die beste Medizin ein authentisches Ich ist.

Das ist unser Anliegen, daran wollen wir bei den Mühlentagen erinnern. Das "Ich" gelebt im "Wir".


Schöpferisch tätig zu sein, erfordert manchmal sich ganz zu verlieren, sich aufzulösen um in das hineinzuschwingen was da um einen west, lebt, pulsiert, ... und dann will wieder eine völlige Zentriertheit präsent sein, um all dies gesammelte im Außen über das Innen dann doch wieder nach Außen zu tragen. Leben im Miteinander erfordert ein ein- und ausatmen. Ein Wechsel von hell und dunkel ist natürlich die Begleiterscheinung. Das Spiel zwischen Ich, Du und Wir ist unser Lernfeld. Stetig und rhythmisch.

Rhythmus ist der Äther, der uns trägt.

Es erfordert viel Mut, momentan eines jeden einzelnen Menschen, die eigene Wahrheit zu leben, zuerst zu entdecken und zu finden.


Das Zusammenwirken von meiner Tochter und mir ist wie eine alte Seelenschwersternschaft. Wir haben gelernt zu gehen durch Täler, über Berge, wir reden und schweigen, wir streiten und lachen... wir haben gelernt, offen zu kommunizieren. Wir finden letztendlich den Konsens. Frei nach dem Friedensstifterprinzip. Aus dem Herzen, weil jede Verantwortung für sich selbst übernimmt. Und das schafft kreative Räume zum Sein, Wachsen und Vergehen.


Herzlichst Eure Monika


Helena hat ein Gedicht geschrieben, das den Weg, den wir alle in dieser sehr speziellen Zeit gehen, wunderbar in Worte fasst. Mögen Dich diese Worte begleiten auf dem Weg zu Dir!


ICH

Sehe mich im Ganzen

Fühle mich in der Gemeinschaft

Lebe, was in mir ist

Verschenke mich

Weil ich ein Geschenk bin