Tiere als Botschafter der Seele

Meine liebste Arbeit, meine Berufung ist die Transformationsarbeit. Also Hebammenarbeit auf geistigen Ebenen. Und gestern hatte ich einen fleißigen Helfer. Seit gestern sitzt auf dem Rand der Räucherschale vor der Mühlenpforte ein Tagpfauenauge. Ein Schmetterling. Er sitzt und spielt mit seinen Farben. Manchmal klappt er die Flügel zusammen. Dann sieht man nur schwarze Schattierungen, jedoch wenn er seine Prachtflügel aufklappt, dann leuchtet er in allen Farben. Heute morgen saß er noch immer und jetzt zu Mittag verharrt er auch noch hier.

Der Schmetterling ist ein Tier der Transformation, ein Sprachrohr verstorbener Seelen, ein Ausdruck von unendlicher Schönheit.

Ich nehme seine Leichtigkeit und Zartheit an und nehme sie auf in mein Tun. Transformation, so glauben viele muss schmerzhaft sein und mühsam. Wir leben in einer Zeit, in der die sanfte Geburt immer deutlicher wird und sich zeigt. Sanftheit und Sanftmut.

Sanftmut ist ein absolut kräftiges Wort und Wirkzeug.

Mit der Tugend Mut wird oft Kampf und Härte verbunden. Warum gibt es aber das Wort Sanftmut?

Seit Wochen kreise ich um dieses Wort, die Sanftmut an sich und diese Charaktereigenschaft war vielen Herrschern zu eigen.


„Die Sanftmut steht im Gegensatz zur Gewaltsamkeit. … Sanft ist er (der Mensch), wenn er sich nicht vom Zorn hinreißen läßt, ohne vermeidbare Härte im Affekt, weich und behutsam. Sanftmut bezeichnet dabei nicht nur eine Weise des Verhaltens, sondern mehr noch eine Beschaffenheit der Gesinnung. … Die Sanftmut des Verhaltens verbindet sich sodann mit der Behutsamkeit im Umgang. Diese Behutsamkeit ist eine Art von Vorsicht, die keinen Schaden an den andern Menschen … herankommen lassen will.“ - Otto Friedrich Bollnow


Sanftmütig seinen ureigenen Weg gehen, dabei auf die Mitwelt achten und sich treu bleiben.


Beim Anblick des wunderbaren Tieres, und ein Schmetterling strahlt wahrlich Sanftmut aus, kam diese Botschaft:


"Nimm die Farben deines Wesens an. Sei ein Lichtblick."

Monika Rosenstatter


Geht man mit verschiedenesten Techniken zum Urgrund seines Wesens, so werden Farben sichtbar.

Diese wieder leuchten zu lassen, ist eine Art von Geburt.


Hokahey


Herzlichst Eure Monika