Dinkelmilch "Avalon"

Diesmal möchte ich Euch mein neues Lieblingslebensmittel vorstellen. Die verschiedensten Arten von Getreidemilch sind ja seit Jahren im Handel. Von Dinkel, Reis, Soja, Hafermilch, .... gibt es alles zu kaufen. Nur muss man halt sagen, dass bei der Herstellung dieser Getreidemilch meist nicht so verfahren wird, wie man es in frühen Kulturen machte. Es wird für die Produktion lediglich das Getreide gemahlen, dies mit Wasser und meist Pflanzenöl vermengt und dann halt zu Milch gepresst. Da fehlt genau der Schritt, der Getreide aber erst in unserer Zeit leichter verdaulich machen würde. Das Keimen fehlt. Erst durch das Keimen des Getreides werden die heute viel zu hoch gezüchteten Getreidearten leichter verdaulich gemacht. Die Phytinsäure wird so aufgeschlossen, ebenso auch eine große Menge an Gluten. Diese drei Substanzen gelten ja eher als Nahrungsgifte, weil der Mensch in der Ernährung damit nichts anfangen kann. Im Gegenteil, es stellen sich die vielerlei bekannten Unverträglichkeiten ein. Vor allem bei sensiblen Menschen.

In früheren Kulturen aß man viel Getreide und Grassamen, allerdings halt meist nur gekeimt. Und dafür bleibt heute die zeit nicht mehr. Was zählt sind hohe Erträge, daher extreme Züchtungen, und kurze Verarbeitungszeiten. Das Produkt muss so schnell wie möglich an den Mann.

Viele kenne das Essener Brot, welches aus gekeimtem Getreide gemacht ist und auch äußerst nahrhaft wäre.

Dinkel wurde bereits in Avalon angebaut und er galt auch als das Getreide der PriesterInnen, habe ich nun herausgefunden. Wie bei uns im Flachgau, ist auch dort in England das Klima eher rauer und nicht für jedes Getreide geeignet. Dinkel allerdings kann mit diesen Gegebenheiten ganz gut umgehen. Und darum habe ich diesmal aus dem Dinkel meiner Biobäuerin Dinkelmilch bereitet. Das geht nun seit einiger Zeit so und sogar mein Mann und Sohn trinken es liebend gerne. Geduld brauchts halt.

Rezept:

220 g gekeimten Dinkel

700 ml Quellwasser

5 Datteln

1 EL Leinöl (Salzburger Ölmühle)

1 Prise Zimt oder Kardamom

1 - 2 Tropfen ätherisches Orangenöl (höchste Qualität)

Seidentuch

Roher Dinkel wird zuerst zum Keimen gebracht. Dafür gebe ich 220 g Dinkel in ein großes Emaillehäferl. Dieser Dinkel wird nun für 8 Stunden in Quellwasser eingeweicht. Nachher abgießen und in den nächsten drei Tagen täglich mind. 3 - 4 mal spülen mit frischem Wasser. Das ist äußerst wichtig um Schimmel zu vermeiden. Nach drei Tagen hat der Dinkel schön gekeimt und dann kommt er in den Mixer mit Wasser und Datteln. Alles gut durchmixen. In ein Seidentuch geben und fest ausdrücken. Fertig ist die Milch. Die Datteln sorgen für die Süße, Öl für die optimale Nähstoffaufnahme und wer will kann dem ganzen noch Zimt oder Kardamom ,... zugeben.

Ich bereite sie immer frisch und im Laufe des Tages wird sie getrunken. Im Glas im Kühlschrank aufbewahren.

Interessant sind die verschiedenen Geschmacksrichtungen. Je nachdem wie lange das Getreide gekeimt hat, schmeckt es grasiger oder natürlich mehliger. Sind schon grüne Spitzen am Getreide hat man natürlich auch noch Chlorophyll zusätzlich als Nährstoff.

Ales in allem zweimal die Woche gibt's Dinkelmilch.

Kicherkugerl

Mengenangaben gibt's keine, weil ich das einfach aus dem Gefühl heraus gemacht habe.

Kichererbsen werden über Nacht eingeweicht und am nächsten Morgen weich gekocht.

Mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken, eine gute Portion Butter unterrühren, mit Kreuzkümmel, Curcuma und Kräutersalz würzen. Kleine Kugerl formen und in Schwarzkümmel und Sesamsamen wälzen. Einige Stunden durchziehen lassen. so entwickeln die Samen erst ihren Geschmack. Das sind richtige Kraftkugerl, sehen fast aus wie falsche Wachteleier. Nicht?

Monika Rosenstatter

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