Das Schöllkraut ist so stark, dass es auch in der Stadt Fuß fasst. An Ecken, unter Bänken, in den Gassen… immer wieder begegnet es uns mit seinem Scharm. Sehr geheimnisvoll wirkt es, da es ja zu den Schlafmohngewächsen zählt. Diese Schwingung strahlt es auch aus. Die weichen gelappten Blätter, mit dem Schleier von Grau, die gelben Blüten, der eher harte Stängel, dem der orange Pflanzensaft innewohnt – wahrlich wunderbar. Orange – Grün ist eine sehr spannende Kombination. Wenn wir auf die Weisheit von Vicky Wall zurückgreifen und ihre Information zu Orange-Grün ( B 82 – Calypso) betrachten, so ist viel von der Pflanzenkraft des Schöllkrautes gesagt. Auch wenn Vicky das Schöllkraut nicht verwendete, spricht die Sprache der Farben ganz klare Worte:



Ich öffne mein Herz für eine neue Richtung.

Tiefe emotionale Schocks überwinden. Glückseligkeit im Herzen.

Lebensfreude und Begeisterung im Herzen tragen

Durch eine tiefere Einsicht zur Wahrheit finden

Eine traumatische Erfahrung loslassen und dadurch einen neuen Raum in sich selbst betreten

Innere Unabhängigkeit führt zum Bewusstsein für die eigene Mitte

Die Vergangenheit hinter sich lassen und die Gegenwart bewusst wahrnehmen

Die Bewältigung von Ängsten lässt das eigene Naturell wieder hervortreten

Freude an der Natur





Das Schöllkraut hat eine lange Tradition in der Heilkunde und darum möchte ich Dir die Weisheiten aus alten Schriften nicht vorenthalten. Auszug aus der Vergleichenden Volksmedizin (Hovorka und Kronfeld): Das an allen Zäunen und Wegen wildwachsende Schöllkraut ist nicht bloß ein vortreffliches Mittel zur Anregung der Magen und Darmtätigkeit, sondern es besitzt auch in seiner Wurzel ein Alkaloid, das Chelidonium, von welchem Hans Meyer nachgewiesen hat, dass es, ähnlich wie Morphium, die Schmerzempfindung zentral herabsetzt und außerdem nach Art des Kokains eine örtlich begrenzte Empfindungslosigkeit hervorbringt. Das Schöllkraut war früher offizinell, und zwar das frische Kraut vor der Blütezeit und die aus ihm dargestellten Präparate Extractum und Tinctura Chelidonii. Angewendet wurde es bei Unterleibskrankheiten, Stauungen in der Leber und im Pfortadersystem, bei Gallenkrankheiten, Menstruations- und Hämorrhoidalstörungen, bei krankhaften Anschwellungen und Verhärtungen der Unterleibsorgane, zumal der Leber, Milz und der Gekrösdrüsen, gewöhnlich in Verbindung mit Mittelsalzen und lösenden Bittermitteln. Ein besonders beliebtes Mittel war das Schöllkraut bei der Syphilis im sekundären Stadium und bei Hautkrankheiten, in der Volksheilkunde wird der frische Saft noch heutzutage häufig angewendet. Der frische Saft kam auch in der Augenheilkunde bei Hornhauttrübungen und Geschwüren und chronischen Augenliddrüsenentzündungen, das trockene Kraut bei Fußödem und Amenorrhoe zur Anwendung. Die Slowaken legen auf den geschwollenen Magen frische Blätter. Mit dem ausgepressten Safte bestreicht man die Warzen an den Händen, um sie zu vertreiben. Die Dalmatiner legen das Schöllkraut bei Fußgeschwüren auf.

Für den Wildfang habe ich eine alte Anwendung aus der Volksheilkunde. Hier wurde die leber- und gallestärkende Kraft wie folgt genutzt. Nimm von gutem Schwarzbrot das innere weiche heraus, und dann nimm vom Schöllkraut ein ganz kleines Blättchen. Das Blättchen knete mit dem Brotteig zu einem Kügelchen. Dies kannst Du dann essen. Ein- bis zweimal die Woche. Das „Schöllkrautkügelchen“ zum Stärken deiner inneren Mitte.

Kräuter und Mineralien

Monika Rosenstatter

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