„Ein Griff in die Küche, Öl und Butter, ein Kraut aus dem Garten, ein Quäntchen Gold und Feenstaub dazu, und die Salbe ist fertig im Nu.“

Monika Rosenstatter

Hautgefühl…. Seit vielen 1000 Jahren..

„Und sie salbten viele Kranke mit Öl, und machten sie gesund…“ Markus 6:13

Fühlt der Mensch sich in seiner Haut nicht wohl, dann geht das meist mit Juckreiz, Hautausschlägen, Problemhaut und Belastungen auf körperlicher aber auch seelischer Ebene einher. Darum sollten sich Frau wie Mann, Jugendliche und auch bereits Kinder in ihrer Haut wohlfühlen. Eine natürliche Lebensweise, verbunden mit den Rhythmen der Jahreszeiten, Ernährung aus Mutter Natur‘s Küche und eine gesunde Lebenseinstellung tragen viel zu reiner, gesunder und einhüllender Haut bei.

Das Wohlbefinden der Schutzhülle Haut sollte in die eigene Hand genommen werden. Einfache, aber liebevolle Pflege und Zuwendung von Kopf bis Fuß schaffen eine gute Ausstrahlung. Körpergrenzen werden gestärkt. Die Haut bildet eine wichtige Barriere zur Umwelt. Jedoch ist es nicht nur wichtig auf die Umwelt zu achten, sondern auch auf: Wie wirke ich auf die Welt ein?

Und vor alle: Wie sieht die "Innenwelt" aus? Und wie gestalten sich die Grenze dazwischen?

Sensible Menschen tun sich etwas Gutes, wenn sie täglich am Morgen ihren Körper in einen warmen, pflegenden Ölmantel hüllen. Dies ist eine einfache Art sich zu schützen, zu segnen, sich zu salben. Wärmende, fette Pflanzenöle leisten seit Jahrtausenden gute Dienste für den Menschen. Vor allem im Ayurveda werden warme Öle und Fette (Sesamöl und Ghee, Tailams) als ganzheitliche Therapie angewendet.

Der Kult der Salbung mit Salbölen und fetten Ölen führt uns ins Altertum. Im alten Ägypten und im alten Mesopotamien wurden bereits die Duftstoffe aus der Pflanze auf acht verschiedene Arten gewonnen und so wertvolle Essenzen hergestellt. Salbungen mit fetten Ölen und ätherischen Ölen, wurden zu verschiedensten Anlässen gemacht. Es gab Ölmischungen für Festtage, für Könige und Königinnen, für Freude, für den Tod und die Geburt, für Seuchen, für große Ereignisse, für Frauen, als Mitgift, bei Krankheiten, kurzum gesagt würde ich all diese Öle und Salben als "Ritualöle" bezeichnen.

Das Wort „salben“ wurde in der Bibel rund 156 Mal erwähnt. Olivenöl, Erdmandelöl , Rizinusöl, Weihrauchöl, Zedernöl, Nardenöl für die Pharaonen, das hl. Chrisamöl , Wacholder, Myrrhe, …. Um nur einige zu nennen. Im „Gilgamesch Epos“ spricht Ischtar zum Helden. Sie ist die Göttin der Schönheit und Liebe.

„Sei mein Geliebter, komm in meine nach Zedern duftende Wohnung. Für dich habe ich mich mit Mandelcreme und dem duftenden Öl von Sin schön gemacht.“

(aus Gilgamesch Epos)

Naturkosmetik selbstgerührt ...

„Ich gehe meinen Weg in Schönheit... Ich wandle durch all diese Schönheit, die mich umgibt.“

Navajo Night Chant, Nachtlied der Dinné

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