Loslassen - Zulassen

Mediatationsgedanken

... Stell dir vor du sitzt in einem Konzertsaal. Die letzte Note ist gespielt, die Musik verklungen, der Applaus verstummt. Die Musik war berauschend, erhebend. Du stehst auf, gehst aus dem Saal. Die Eintrittskarte wirfst Du nicht weg. Zuhause legst Du sie in ein Buch... als Lesezeichen. Das Buch klappst du zu, stellst es in ein Regal. Irgendwann hast du auch die Musik, das Konzert nur mehr in dunkler Erinnerung. vVelleicht klappst Du das Buch irgendwann wieder einmal auf, und ganz überraschend fällt die Eintrittskarte heraus. Du lächelst. Die Karte ist nicht mehr gültig. Nur einmal gültig. Vorbei ist vorbei. Die letzte Note ist gespielt, die Musik verklungen, der Applaus verstummt... das Leben geht weiter.
Nichts lernt uns das Loslassen so sehr, wie die Musik.


Worte des Loslassens....

Ich sitze hier in diesem Wasser
Genieße das wohlige Warm
Noch einmal tauch ich ein in das was war
Ganz tief
Lass mich verschlingen von dieser Welle
Die mich einst weggetragen hat
Weg
Weit weg von mir
Verschwommen sehe ich durch das Wasser
Was mich ertrinken ließ
Ertrunken im Wechselbad der Gefühle
Auftauchen
Den Abfluss öffnen
Mit jedem einzelnen Tropfen der nun abrinnt
Mit jedem einzelnen Tropfen - lass ich los
Stück für Stück
Tropfen für Tropfen
Ich sitze - bald im Trockenen
Kalt wird’s
Aber rein bin ich nun
Heraussteigen
Aus dem Wechselbad der Gefühle

Bewusst Sein: Heute gönne Dir ein Vollbad. Steige mit jenem Gefühl, Erlebnis, mit jener Enttäuschung,… ins Wasser, welche Du loslassen, mit der Du Frieden schließen willst. Mach es wie im Gebet beschrieben. Dann bleib so lange in Deiner Badewanne sitzen, bis der letzte Tropfen durch den Abfluss gelaufen ist. Schau nicht mehr zurück. Das Wasser kannst Du auch nicht mehr zurückholen. Es ist vorbei! Akzeptiere! Es ist!

 


 

Bevor du jemanden lieben kannst,

musst Du frei sein, ihn loszulassen.

Bevor jemand dir "ja" sagen kann,

musst du bereit sein, "nein" zu hören.

Bevor Du das Lied der Liebe singen kannst,

musst Du die Tränen fallen lassen.

(altes Lied)


Geh spazieren und suche einen Stein. Einen, den du gut tragen kannst, aber auch gut wegwerfen kannst. Geh an einen großen Fluss oder an einen See. Nimm den Stein und wirf ihn weg.. so weit wie möglich. Blubb. ER geht unter, verschwindet und Du wirst ihn nie mehr wieder finden. Aber Du weißt er ist da.
Alles ist in Allem. Es gibt keine Trennung.
Das sind einfache Denk- und Loslassübungen für die Fastenzeit. Und es muss nicht traurig sein. Versuche das mit Hingabe zu tun. Es macht unendlich glücklich, wenn man irgendwann diese Vertrauen bekommt, dass nichts verloren geht. Aber eben auch nichts bleibt!

​Im Kleinen üben, heißt im Großen gut gestimmt zu spielen!