Süss-Saure Monatsrezepte 2020

Das Leben als Kräuterfrau, als Hausfrau, als leidenschaftliche Köchin und Essforscherin wird nie ein Ende nehmen. Auch heuer 2020 werden wieder Rezepte aller Art hier ihren Platz finden. Angereichert mit heimischen Kräutern oder auch orientalischen Gewürzen, Früchten und Waldschätzen dürfen wieder Gaumenfreuden entstehen.

Jänner

Chai- Sirup

Ich liebe Schokochai. Aber auch normalen Gewürzchai und so habe ich nun ein gutes Rezept für Euch. Scharf, würzig und enorm lecker. einfach einen Schuß vom Chai-Sirup in heiße Milch oder Pflanzenmilch geben.Ich bevorzuge hier gerne mal Hafermilch. Das ergänzt sich vom Geschmack her sehr gut.

Zutaten:

12 Kardamomkapseln

1 TL schwarze Pfefferkörner

1 TL Kubebenpfeffer

6 Zimtstangen

7 Gewürznelken

20 g Ingwer geschält und geschnitten in feine Scheiben

500 g Rohrohrzucker

2 Vanilleschoten

5 Beutel Schwarztee oder Brombeerblättertee (fermentiert)

Zubereitung:

Nun werden die Kardamomkapseln mit dem Pfeffer und dem Kubebenpfeffer im Mörser grob zerstoßen. Zusammen mit dem Zimt und den ganzen Gewürznelken in einem Topf kurz anrösten und dabei gut rühren bis es duftet. Nicht verbrennen. Wirklich nur kurz rösten. Nun gib 500 ml Wasser hinzu und lass es mit Zucker, Ingwerscheiben und Vanillemark und auch der Schote (ausgekratzt) aufkochen. Nun werden die Teebeutel dazugegeben und alles wird bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten leicht geköchelt. Evt. einen Deckel schräg auflegen. Nach 5 Minuten werden die Teebeutel entfernt. Den Sirup nun nochmals 5 Minuten weiterköcheln, dann 30 Minuten ziehen lassen. Dabei vom Herd wegnehmen.

Jetzt filterst Du die Gewürze ab und kochst nochmals den Sirup so lange, bis ca. 500 ml übrigbleiben. Der Sirup wird sozusagen einreduziert. Noch heiß in eine saubere Flasche füllen und bei Bedarf mit heißer Milch oder Pflanzenmilch genießen.

Wer den schwarzen Tee nicht so gerne mag, der nehme selbst fermentierten Brombeerblättertee.

Lass Dir's schmecken!

 


Februar

Tsampa - Frühstücksbrei

Tsampabrei ist einer meiner Lieblingsfrühstücksmahlzeiten. Tsampa ist geröstete Gerste udn stellt in Tibet ein Grundnahrungsmittel dar. Es versorgt den Körper mit Mineralstoffen und B1 und B2 und wichtigen Proteinen. Der Geschmack ist vor allem unvergleichlich udn sie lässt sich so schnell und einfach zubereiten. sie ist aber nciht nur im Brei einsetzbar, sondern gestern kochte ich Maronisuppe und da ich eher wenig maroni hatte, gab ich einige Esslöffel Tsampa in die Suppe. Der Geschmack war unvergleichlich gut. Dieses Röstaroma ist einfach genial. Nun aber zum Brei des Morgens:

300 ml Wasser

6 EL Tsampa

1 EL Rosinen

1 Apfel

1 Prise Zimt, Galgant und Betram

3 TL Mandelmus oder Haselmus oder Kokosmus

etwas Honig

Schoki

Das Wasser wird in einem Topf zum Kochen gebracht. Ich gebe die Rosinen und den kleingeschnittenen Apfel gleich dazu. Ebenso die Gewürze. Wenn das Wasser fast kocht, rühre ich das Tsampa zügig ein. Gut rühren, sonst klumpt es. In Kürze dickt es ein. Vom her nehmen. Das Mandelmus oder ähnliches einrühren. In Schüsserl füllen, mit Honig übergießen, Schoki drauf und guten Appetit! Gestärkt in den Tag. Diese Portion reicht für 2 Personen. Ich koche immer die doppelte Menge, da unser Sohn diesen Powerbrei liebt udn die doppelte Menge verdrückt!

März

Kräuteressige

Essig ist eine hervorragende Substanz um Kräuter zu konservieren und seit Generationen als bewährtes „Lebensmittel“ geschätzt. Für einen guten Kräuteressig nimmt man 5 – 9 Stängel eines blühendes Krautes, 2 Hand voll Blüten oder Blätter pro Liter Essig. Natürlich können auch Fruchtessige angesetzt werden. Hier kann zwischen Wein- oder Apfelessig gewählt werden. Bitte keine naturtrüben Essige für Kräuteransätze verwenden, da die Kräuter mit den Schwebstoffen evt. zu eine Gärung in den Gang setzen könnten. Es kann nach Hildegard v. Bingen ein Onyx (Halbedelstein) zugefügt werden, um Schleime im Körper zu lösen und die Verdauung zu unterstützen. Der Klassiker ist hier natürlich Hildegards Salbei-Onyx Essig. Bei arger Verschleimung des Körpers. Sehr empfehlen kann ich:

 Gundelrebenessig  - bei häufigen Blasenentzündungen und verdünnt als Gesichtswasser bei unreiner Haut – als Raumspray bei Elektrosmog

Löwenzahnblütenessig – Löwenzahnblütenessig – nur die gelben Zungenblüten verwenden, ist ein besonderes gutes Gesichtswasser, aber auch täglich 1 TL in 1 Glas Wasser als gutes Leber-Gallemittel einzunehmen.

Gänseblümchenessig -  dies ist ein besonders guter Essig bei blauen Flecken und als Umschlag in Kombination bei Verstauchungen, Muskelfaserrissen, Zerrungen….

Nelkenwurzessig – besonders gut als Gurgelwasser bei Zahnfleischentzündungen, Druckstellen von Zahnprotesen, Zahnfleischproblemen. Aber auch Tröpfchenweise bei Magenproblemen.

Lavendelessig – als klärendes Gesichtswasser oder als Badezusatz in einem Bad vor dem Schlafen.

Brennnesselessig – Ein besonders gutes Einreibungsmittel bei Rheuma und Gicht. Als Badezusatz zur Immunstärkung und tägl. 1 TL in Wasser genommen als Unterstützung bei Allergien.

Veilchenblütenessig – dies ist ein sehr gutes Mittel zur Schleimlösung bei Bronchitis und Verschleimung der Atemwege. 1 – 2 TL täglich in Wasser einnehmen. Auch als Abreibung bei Melancholie verwenden. Den Körper damit einreiben. Kräftig reiben!

Salbeiessig – Lösung von Schleimen und Erwärmung des kalten Magens und als Haarspülung für satte Farbe

Vogelmierenessig  - Frische Vogelmiere, am besten blühend, wird in Essig ausgezogen für 1 Woche. Dieser Essig ist sehr gut als Badezusatz bei Kindern mit Wachstumsknochenschmerzen und auch als Einreibung für Erwachsene bei steifen Gelenken. Täglich 1 Tl in Wasser getrunken hilft beim Abnehmen und Entschlacken.

Thymianessig – eignet sich sehr gut als Gurgellösung, weil er stark keimtötend ist.  „Der Schnupfen kommt, bestimmt, aber nicht zu dem, der Thymian nimmt.

Rotbuchenblattessig – steigert das Gedächtnisvermögen. Hilft auch als Badezusatz bei juckender, unausgeglichener und irritierter Haut. Nimm dafür Knospen oder junge Blätter.


April

Brennnesselinfusion

Die Infusion – Nourishing Herbal Infusion – ist eine ganz andere Art Kräuter zu sich zu nehmen. Es ist und war ja auch einmal sehr attraktiv Smoothies aus allem herzustellen was nur grün ist. Smoothies enthalten sehr viel Eiweiß und sind in zu großer Menge auch nicht wirklich gesund. Alles mit Maß. Nun gibt es auch noch die Form der Infusion. Hierfür wird eine große Menge an frischen oder getrockneten Kräutern mit kochendem Wasser, am besten 10 Minuten im Topf gekocht (nicht vom Wasserkocher), übergossen. Achte darauf, dass das Glas bis oben gut gefüllt ist und dann verschließe es. Lass es über Nacht, oder mindestens 8 Stunden ziehen. Im Kühlschrank ziehen lassen. Nächsten Morgen abseihen und diese geballte Kraft an Nährstoffen, Mineralstoffen, Vitaminen,… über den Tag verteilt trinken. In Amerika wird das sehr häufig praktiziert. Ich muss sagen, ich mache das auch immer öfter, mit so einigen Kräutern, aber die liebste Infusion ist mir die aus der Brennnessel. Es eignet sich auch Schafgarbe, Lindenblüte, Kamille,…

1 große Handvoll frischer Kräuter

1 Liter kochendes Wasser

1 Glas mit Deckel


 

Mai

Juni

Juli

august

September

Oktober

November

Dezember