Und dann liebte ich plötzlich Gelb - die unerkannte Farbe meines Frühlings


Hätte man mir vor zwanzig Jahren gesagt, dass ich die Farbe Gelb einmal lieben würde, ich hätte den Kopf wehement geschüttelt. Nie und niemals. Blau ist der Frühling, weiß meine Favorit im Garten und alle rosa und Purpurtöne. Aber bloß nicht gelb und schon gar nicht orange.

Nun seit einigen Wochen stehe ich in meinem Gärten und kann es kaum glauben. Ich habe mir sogar gelbe Primeln gekauft. Ich könnte stundenlang in das Gelb eintauchen. Gelb steht im Tarotschlüssel für die alchemistische Luft, für das Überbewusstsein. Vor zwanzig Jahren war das noch weit weg. Vielleicht rückt das ja jetzt doch näher. Je älter frau wird, desto näher kommt sie auch wieder der geistigen Welt. Im linearen Erdenleben alles eine Frage der Zeit.


Und so schwelge ich in den glänzenden Blüten des Scharbockskrautes. Vor einigen Wochen noch, habe ich mit den Mühlenkindern die kleinen glänzenden Blätter gesucht und ihnen davon erzählt, wie gesund sie sind. Vor der Blüte versteht sich. Da es ja zu den Hahnenfussgewächsen zählt und wenn es blüht, dann sollten die Vitamin C Bomben nicht mehr verspeist werden. Immer wenn ich durch den Garten gehe mit Enkelin Klara sage ich: So, jetzt essen wir mal wieder Vitamin C. Und dann naschen wir wieder von der Wiese. Die letzten zwei Wochen hatte ich viele Tage, in denen ich mich von Wasser und frischen Kräutern von der Wiese ernährte. Es tut so gut und ist so unendlich einfach!


Vor 14 Jahren, ganz am Anfang meiner Kräuterkurse machte ich diese Orakelkarte. Das Scharbockskraut flüsterte mir diese Botschaft zu: Sei Du selbst!


Tja...und jetzt ist es wieder soweit... ich darf wieder ein Stück mehr ich selbst sein. So ganz frei und ich selbst. Mir es immer mehr erlauben und mich trauen.


Heute fand ich in einem alten Buch ein Gedicht zum Scharbockskraut: