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Stöbern in alten Schriften und Räuchertipps

Ich habe unzählig viele, ja tausende Seiten geschrieben in den vergangenen 15 Jahren. Heut hat es geschneit und es ist so ein richtiger Schreib- und Stöbertag. Und so durchblättere ich all meine Schreibereien, Forschungen und Gedichte und lese und schmunzle, staune und wundere mich über so manch Geschriebenes.


In einem meiner unzähligen Räucherskripten fand ich folgendes Gedicht und ich finde es passt sehr gut in diese Zeitqualität des Wandels.


Und ich merke, viele der Schriften müssen nun überarbeitet, geändert, neu geschrieben werden. die Zeiten ändern sich und somit auch vieles in der Natur, in der Gesellschaft, im und um den Menschen. Das Gedicht habe ich damals geschrieben als Begleitung zu einer Räucherritual, das dem Loslassen, oder auch dem Wandeln, dient.



Als ich aufhörte festzuhalten, da setzte sich das Leben wie ein großer Strom in Bewegung. Als ich aufhörte festzuhalten, da verblasste so vieles hinter mir, verschwand. Als ich aufhörte festzuhalten, da entdeckte ich Länder und Gefilde, von denen ich nur ahnte, dass es sie gab. Als ich aufhörte festzuhalten, da lebte ich das Leben und ritt die Wellen. Als ich aufhörte festzuhalten, kam ein Windstoß und trieb mich nach vorne. Als ich aufhörte festzuhalten, hatte das Feuer in mir wieder Luft zum Atmen. Als ich aufhörte festzuhalten, hat mich die Erde neu geboren.
Monika Rosenstatter August 2018
***


Und als Räuchermischung für den AUFBRUCH, passend zur Knospenzeit, oder am Morgen, um in den Tag zu starten, fügte ich diese Mischung zusammen.


„Aufbruch“

1 TL Fichtenharz

3 TL Borretsch

3 TL Thymian (Gartenthymian)

1 TL Kiefernnadeln

1 TL Beifußwurzel

2 TL Kornblumenblüten

1 TL Minze

1 TL Eisenkraut

½ TL Zimt

2 -3 Tröpferl Rotwein

3 Tropferl Rosengeranienöl

TL = Teelöffel

Im Yoga lässt der Sonnengruß uns in den Tag gleiten, im Qi Gong die Morgenübung, in der Hexenküche verglüht die Räuchermischung „Aufbruch“. Sie begrüßt den Tag mit duftendem Rauch. Dieser nimmt die Gebete und Lieder des Morgens mit zum Himmel. Die Tränen der Fichte öffnen das Herz und lassen tief einatmen, Borretsch hilft dem Stress ein Schnippchen zu schlagen, Thymian sollte bekanntlich Mut und Tapferkeit verleihen, Kiefer lässt den Atem sanft fließen, Beifuß öffnet auf allen Ebenen, Minze sorgt für klaren Geist und frischen Sinn, die Kornblume klärt die Sicht – um den Durchblick zu behalten, Zimt am Morgen macht klug. Eisenkraut, das Diplomatenkraut, lässt uns fair und sicher verhandeln und auftreten. Das Tröpferl Rotwein sorgt für harmonische Verbindung und Rosengeranie schenkt uns die Gelassenheit. Eingehüllt in diesen sanften Kräuterharzrauch kann der Mensch in den Alltag aufbrechen und so gestärkt seine Aufgaben erfüllen. Dem Sonnenaufgang entgegen … Amacing Grace… How sweet the Sound…


Von Herzen wünsche ich Euch eine gute Zeit, eine friedvollen Februarausklang und weiterhin viel Geduld im Wandlungsprozess der Menschheit.


Eure Monika

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