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Melissenöl - Balsam für Herz und Dünndarm

Aktualisiert: 7. Sept. 2021

Es ist kurz nach 13:00 Uhr und es duftet in unserer Küche nach feinstem Melissenöl. Die Zitronenmelisse zeigt gerade jetzt ihre zartfeinen weißen Lippenblüten und zieht kräftig grüne Bänder durch den Garten. Die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) erfreut uns mit diesem erquickenden Herzgrün, der zitronig duftenden Note und mit ihrem sehr breiten Wirkspektrum.


Als Gärnterin liebe ich die Zitronenmelisse vor allem für ihre Einfachheit. Sie ist pflegeleicht, wächst über Jahre zuverlässig an einem humusreichen, gut durchlüfteten Boden und sät sich sogar aus, wenn man ihr Raum gewährt. Sie ist eine absolute Bienenweide, deshalb ernte ich selten vor der Blüte ganze Stängel. Vorsichtig zupfe ich immer die einzelnen Blätter zum Trocknen oder für Tee und Pestos. Heute allerdings schnitt ich eine Handvoll blühender Zweige zur Mittagszeit.


Warum?


Heute darf ein Herz- und Dünndarmöl entstehen. Genau zur Mittagszeit - von 11- 13:00 Uhr haben wir Herzzeit und von 13:00 - 15:00 Uhr ist Dünndarmzeit. Und die Sommerszeit ist nochmals zusätzlich Herz- und Dünndarmzeit in der Organuhr, wenn wir sie aufs Jahr legen. Ihr kennt mich ja eh. Ich leg immer alles auf den Kreis, aufs Jahr und tanze mit allen Spielmöglichkeiten.


Die blühenden Zweige tragen die feinen weißen Blüten. Ich erinnere mich noch gut. Vor Jahren hat mein Sohn sich mal die Mühe gemacht und alle weißen Blüten abgezupft und eine Tinktur nur aus den Blüten bereitet. Es war eine äußert feine Medizin fürs Herzerl. Und wir verwendeten sie ganz achtsam.


Für das Zitronenmelissenöl schneide ich die Pflanzenzweige ganz, ganz klein. Dann übergieße ich das kleinst geschnittene Pflanzenmaterial mit Olivenöl. Sodass die Pflanzen kaum bedeckt sind. Nun gebe ich das Emaillehäferl auf den Herd und rühre während des Erwärmens mit einem Holzquirl gut um und beginne sobald das Öl ist auch die Pflanzen zu zerstampfen. Rühren, Stampfen und bloß nicht frittieren!

Alles gut im Auge behalten.



Zerstampfte frische Melisse in Bio-Olivenöl


















Der Holzquirl aus Fichte zum Zerstampfen der Pflanze. So treten bei gelinder Wärme die ätherischen Öle in das Olivenöl über.


Wenn alles gut durchwärmt ist, so lasse ich das Öl nun ziehen.

Heute Abend mache ich nochmals einen Wäremdurchgang mit Stampfen und Rühren und morgen weiderhole ich nochmals das Prozedere.

Sodann wird alles abgefiltert durch reine Seide und das Pflanzenmaterial gut ausgedrückt.

Nochmals sanft erwärmen und solange rühre und erhitzen bis alle wässrigen Bestandteile gut verdampft sind. Es lösen sich aus der Pflanze ja nicht nur Öle, sondern auch wässrige Substanzen.

Diese Kräuterzubereitungen erfordern Zeit und Geduld und viel Herz. Beim Rühren habe ich vorhin die Augen geschlossen, bin mit ganzer Herzenskraft in das Werk gegangen und habe reflektiert. Sommerzeit, Herzenszeit, Dünndarm:

Wofür schlägt mein Herz?

Was sortiere ich aus? (Dünndarm - typische Schnitterinqualität was der Dünndarm in unserem Körper so für uns macht.)


Mit dem fertigen Öl massiere ich nun in der Urlaubszeit meinen Körper, die Herzensgegend, meine Füße und die passenden Reflexzonen und natürlich nehme ich täglich ein Teelöfferl davon ein und lasse es im Mund zergehen. Vor allem vorne an der Zungenspitze will das Öl gut genossen sein, denn die Zungenspitze ist wiederum dem Herze zugeordnet.


Die Zitronenmelisse ist ein Herzheilkraut - ein wahrer Schatz. Beruhigend, zentrierend, klärend, reinigend und erwärmend. Sie bereitet und begleitet den Menschen durch den Sommer, die Mittagszeit und natürlich durch den wohlverdienten Mittagsschlaf. Eine Tasse Zitronenmelissentee nach dem Mittagessen und vor dem Mittagsschlaf stärkt herz und Verdauung. So kann auch der Nachmittag noch mit Energie und Kraft erfüllt werden.


Herzensgrüße aus meiner Urlaubwonnewohlfühlwelt!


Eure Monika


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