Kraft der Märchen

Novembernebel Wolkenmeer

liegt überm Land so dicht und schwer

Und wenn kurz blitzt die Sonne raus

streift Hollefrau die Decken aus

Ich tanz mit ihr schon bald den Flockentanz

wind mir einen grünen Kranz

zünd die goldnen Kerzen an

ums Herz wird mir ganz warm

Noch tauche ich in tiefen Novembernebelschwaden

hab übers Jahr viel aufgeladen

geh zu den tiefsten Wunden hin

leg den Finger drauf

Im Willen liegt viel Heilung drin

Blatt für Blatt fällt ab,

wie Schuppen fallen von den Augen

die Frage ist die Antwort schon:

Was soll der alte Kram noch taugen?

so tauch ich durch die Nebelschwaden

erAhne meinen roten Faden

kann ihn wieder fassen

alte Schwere wird erlassen.

Novembernebel Wolkenmeer

wer versteht zu involutionieren

kann sich nun ganz neu gebieren.

Aus dem Brunnentor der Hollefrau

steigt schon frischer Nebeltau.

Ich wind mir einen grünen Kranz

mach mich auf zum Jahresreigentanz.

Zünd bald eine Kerze an

das Jahr wird rund

und ich bleib dran.

Streif noch sanft die Nebelwand

einmal zart mit meiner Hand

hauch Dir sanft den Kuss der Liebe hin<