Phänologischer Hexenkalender


Diese Seite ist bestimmt für meine täglichen, oft wöchentlichen Anregungen, Ideen, Rezepte und Erlebnisse rund um die Arbeit und die Eindrücke einer Frau die mitten im Leben steht und mit der Natur lebt. Dankbar bin ich für all die Ideen und das Wissen das ich weitergeben darf.  Die Eindrücke, die ich hier niederschreibe werden geprägt von meinen Spaziergängen durch Wald und Flur, durch die tägliche Gartenarbeit und auch dem einfachen Leben als Hausfrau und Mutter und Ehefrau, als Freundin, Nachbarin und Tochter, als Diese und Jene. Manche Worte sind vor allem auch geprägt vom großen Miteinander, von Begegnungen mit Menschen und dem Leben im jetzt. Seelenliebe, Berufung und Freude am Leben finden hier Platz. Das erfüllte Leben im vollkommenen Sein - im Jetzt!

Viel Spaß beim Lesen, Umsetzen und eigenverantwortlichen Handeln und Gestalten!

Montag 24.09.2018

Wir starten in die Woche hin zum Vollmond. Der Herbst ist nun ganz da und somit auch die gute Wurzelgrabezeit. Wurzeln wollen achtsam gegraben werden. Am liebsten in der Morgen- oder Abenddämmerung oder gar bei Nacht. so ging die alte Mär, die aber gar nciht so abwegig scheint, weil ja eine Wurzel im Dunkeln, unter der Erde ihr Reich hat. Und sie sie bekanntlich nicht so gerne ans Licht kommt. Deshalb wurden diese Grabezeiten vorgeschlagen. Und ja, es hat schone twas mystisches, wenn man sich ind er Dämemrung auf den Weg macht, sich die Pflanzen sucht, deren Wurzeln man heben möchte. Ei ritueller Gang zur Pflanze ist wohl auch nicht ganz unwichtig, denn gräbt man eine Wurz, ein Rhizom, eine Knolle, bedeutet dies für die Pflanze, für die meisten zumidnest, dass das Ende ihrer Lebenszeit gekommen ist. Dessen sollte man sich bewusst sein und darum auch wirklcih überlegen, ob man diese Wurzel auch wirklich braucht udn dann verarbeitet. Zum spaß wurzeln graben und dann verwerfen, kommt nicht gerade gut an.

Darum wird auch gerne schweigend zur Wurzel gegangen, fastend, rituell gewaschen und ehrfürchtig gefragt: "Wurzel willst du mit mir gehen?"

Dann wird gehorcht und gelauscht, ob ein Ja oder ein Nein, oder gar eine andere Botschaft vond er Wurzel kommt.

Die Wurzel wird sodann mit gutem Grabewerkzeug, (Kupferschaufel, Gewih, Krickerl oder Deinem ganz persönlichen Grabewerkzeug) gehoben. Oft ist es eine wahre Überwältigung, wenn man die Wurzel hebt, udn der Duft sich verströmt. Letzten Freitag erlebten wir das bei der Engelwurz... als sie ihre Kraft an uns verströmte. Ein sehr berührender Moment. Eien Stille legte sich über die Gruppe von Menschen. In das Grabeloch wird eine Dankgabe, eine Herzensgabe gelegt... die Stelle gut verschlossen und der Erde und auch der ganzen Pflanzenfamilie gedankt.

Ich schalge die Wurzel dann gerne in ein Tuch ein und trage sie nach Hause. Über Wurzeln gäbe es noch viel zu schreiben... über das ER-Ahnen der Wurzeln.... Das Verarbeiten und Verräuchern... 

Für heute einmal vielelicht eine kleine Aufgabe: 

Welche Pflanze hat Dir über den Sommer sehr nahegestanden? Ruft womöglich auch ihre Wurzel? Möchte sie von Dir gegraben werden? Der Prozess ist noch nicht beendet? Dann gehe an die Wurzel...

Die Reise möge beginnen....

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Wurz und Warz sind meist im Dunkeln

dort wo Edelsteine funkeln.

Wurz und Kraft liegen tief verborgen

wissen bereits vom nahen Morgen.

Zu erahnen gilt es die Wurzelkräfte,

bereit hält sie ihre Säfte,

um zu tiefem Grunde zu führen,

um die Botschaft der Essenz zu spüren!

Denn hast Du erst die ganze Wurz gehoben, 

kannst Du spannen vom Anfang bis zum Ende den Bogen!

Die Wurz bringt zu Ende, 

was einst wurde im Samen entfacht,

dafür braucht es Deinen Willen und Deine Hände,

erkenne des Lebens Fülle, Sinn und Pracht!

 Monika Rosenstatter

Wurzelige Grüße

Eure Monika

 

 

 


Gott lieben, heißt die Erde lieben und alles was auf ihr lebt.

Schneiderfranken