Phänologischer Hexenkalender

Diese Seite ist bestimmt für meine täglichen, oft wöchentlichen Anregungen, Ideen, Rezepte und Erlebnisse rund um die Arbeit und die Eindrücke einer Frau die mitten im Leben steht und mit der Natur lebt. Dankbar bin ich für all die Ideen und das Wissen das ich weitergeben darf.  Die Eindrücke, die ich hier niederschreibe werden geprägt von meinen Spaziergängen durch Wald und Flur, durch die tägliche Gartenarbeit und auch dem einfachen Leben als Hausfrau, Großmutter, Mutter, Tochter und Enkeltochter und Ehefrau, als Freundin, Nachbarin, als Diese und Jene. Manche Worte sind vor allem auch geprägt vom großen Miteinander, von Begegnungen mit Menschen und dem Leben im jetzt. Seelenliebe, Berufung und Freude am Leben finden hier Platz. Das erfüllte Leben im vollkommenen Sein - im Jetzt!

Viel Spaß beim Lesen, Umsetzen und eigenverantwortlichen Handeln und

Gestalten!

30.9. Schwellenzeit

Seit Wochen klagen viele Menschen über Vergesslichkeit und Verwirrtheit. Die letzten zwei Tage ist es so arg, dass manche ihre Passwörter und Zugangscodes vergessen, völlig neben sich stehen udn plötzlich imemr weider dasitzen und sagen: Was wollte ich jetzt sagen? Ich weiß das nicht mehr ... und und und ...

MMMHHH Interessant! Wie soll ich sagen. Das Jahr 2020 hat uns dermaßen gefordert, dass wir jetzt im letzten Quartal aus den letzten Löchern schnaufen und ausgelaugt sind. Überreizt, entgleist, verwirrt, ... um nur einige Zustände zu nennen. vieles vom Alten, vom Gewohnten wurde uns scheinbar genommen. Es wurde weggespült, ist zerbrochen, hat sich aufgelöst. Das erzeugt Unsicherheit. Nicht nur im Kleinen, auch im Großen. 

Wir sind mitten in einem Zeitenwandel, und da werden alten Schichten abgetragen, ich nenne es: "Alte Kleider abstreifen!" 

Das Abgestreifte liegt am Boden und das neue Kleid ist noch nicht fertig. Was bleibt? Wir stehen nackt da. 

Und das ist nicht mal schlecht. Denn meist haben wir so viel in unseren Speichern und Kleiderkästen, dass der Speicherplatz voll ist udn das Chaos und das Zuviel verwirrt. Die einzige Lösung, die unser Körpersystem und Geistsystem jetzt haben, ist das "Vergessen".

Momentan sind wir richtige Nackerbazln. Und so ist es nicht nur in der Materie, sondern auch im Geistigen. Wir sehen das alte noch liegen, aber es verblasst. Ja Richtig! Wir beginnen zu vergessen. Als Nackerbazl dürfen wir usn jetzt selbst wieder erst kennenlernen. 

Und das ist spannend. Denn viele merken, dass sie jetzt für sich einstehen, ihre Wahrheit und ihr eigentliches Wesen erst erkennen und kennenlernen dürfen. 

Durch das ungreifende Vergessen wird neuer Platz geschaffen. Schafft sich von selbst. 

Nimm Dir also die Räume des Vergessens zu Herzens, es führt dich näher zu Deiner Seele. 

Wenn Du im Raum des Vergessens bist, dann beginn zu fühlen. Gönn dir die Auszeit!

Denn das ist es, was wir lernen dürfen. 

Practise:

Beobachte, ob Du vergisst, weil Dir Raum gegeben wird, um Dich neu zu erkennen, oder ob Du vergisst, weil Du noch immer too much um die Ohren hast und Du in der Welt herumläufst wie ferngesteuert:)

Es ist nun wichtig, auch diese Phase zu erkennen und zu durchschreiten!

Herzlichst Eure Monika

Der Artikel bleibt auf Delorah.at - Rubrik Schein und Sein:)


29.9.2020

Heut ist Michaelitag. Aber darüber habe ich in den letzten Jahren immer wieder geschrieben. Heute habe ich noch eine Geschichte für Euch. Da das Geschichten schöpfen so viel Spaß macht. Diese Geschichte hat sich zusammengebraut, als ich diese kleinen schwarzen Pilze an einem Baumstamm entdeckte... 

Von der alten  „Kroterin“ und ihren Krötenhautwarzlingen

Immer wieder diese Warzen. Fast in jedem Ort wohnte hier und da ein alte „Anwenderin“. Das waren jene weisen Weiber, welche bei Groß und Klein die Warzen an Finger, Zeh und Bein verschwinden ließen. Das waren oft ganz schrullige alte Damen. Manche hatten selber eine Warze im Gesicht, meist am Kinn und mit Barthaaren drauf, aber das störte sie nicht weiters. Das war das Zeichen, an dem man eine echte Anwenderin erkannte. Wer es wusste, blickte bloß nicht auf diese Warze im Gesicht, denn das brachte bekanntlich 100 und noch mehr Warzen, als man eh schon hatte. Nun gut, da war eine alte Weise, sie wohnten in einem alten verfallenen Landhaus an einem Bach nahe des alten Fichtenwaldes. Der Bach war bekannt, es war der „Krotbach“. Er hatte seinen Namen daher, weil im Frühling hier hunderte und tausende von Kröten ihre Wanderung antraten und oft ein wahres Gemetzel stattfand. War ja gleich die Straße ums Eck und dieser fielen jährlich viele der Kröten zum Opfer. Die alte „Kroterin“ wie man sie im Dorf nannte, war die Hüterin der Kröten. Manchmal wurden ihr die Autos zu viel und dann ließ sie einfach ein paar Bäume über die Straße fallen, so ganz zufällig vom Wind umblasen, sodass kein Auto mehr die Krötenstrasse passieren konnte.

Die „Kroterin“, die Hüterin der Kröten. Sie hütete aber noch ein ganz anderes Geheimnis. Sie wusste um die Rinde des Krötenhautbaumes. Der Krötenhautbaum trug auf seiner Rinde die Krötenhautwarzlinge. Das waren ganz grauslige unansehnliche, schwarze, warzenähnliche Gebilde. Oh ja. Sie hat mir damals den Baum gezeigt. Ein wahrlich unappetitlicher Anblick. All diese schwarzen Warzen auf der Baumrinde. Und wenn man sie berührte, war man schwarz vom Pulver, vom Sporenstaub, den die Krötenhautwarzlinge absonderten. Immer zu Neumond im Skorpion ging die alte Kroterin in den Wald zu den Krötenhautbäumen. Manchmal lagen sie quer über dem Weg. Es war ja so, dass nur sie den Blick für diesen Baum hatte, alle andern im Dorf sahen diesen Baum nicht. Er war zu schwarz, zu dunkel, zu geheimnisvoll. Nur das Auge der Schatten konnte diesen Baum erkennen. Und die alte „Kroterin“ hatte dieses Auge. Es führte sie zu den größten Krötenhautbäumen und dort sammelte sie dann die schwarzen Krötenhautwarzlinge ab. Steckte jeden Warzling in ein Stoffsackerl. Das Stoffsackerl war aus schwarzem Samt. Und dieses Stoffsackerl konnte so viele Krötenhautwarzlinge fassen, das glaubte man kaum. Manchmal waren es abertausende. Na ja, … so viele, wie halt Warzen auf den Fingern und Zehen, und Gebeinen der Menschen anhafteten. Und manchmal waren sie ganz schön schattig diese Krötenhautwarzlinge, die sie vom Baum absammelte. Atmen und Sprechen durfte man beim Absammeln nicht, denn das hätte die ganze Wirkkraft zerstört. Wie ihren Augapfel hütete die alte „Kroterin“ das Sackerl mit den Krötenhautwarzlingen. Es war nämlich so. Wenn wieder mal eine Mutter mit ihrem Kind und den dazugehörigen Warzen zu ihr kam, dann zählte sie zuerst mal die Warzen. Beim Zählen kratzte sie sich manchmal an ihrer eigenen Warze, die mit den Barthaaren im Gesicht, und sie machte pro Warze einen Strich auf ihren alten vergammelten Zettel. Damit sie den Überblick nicht verlor, so erzählte man es mir. So war es denn, dass es manchmal 3, aber auch manchmal 15 Warzen und mehr waren, welche in die andere Welt geschickt werden sollten. Pro Warze nahm sie einen Krötenhautwarzling aus ihrem samtigen Sack. Für jede Warze am Finger, ein Krötenhautwarzling. Für jede Warze am Bein, ein Krötenhautwarzling. Und so weiter und so fort … hatte sie die richtige Anzahl herausgezählt, dann kamen sie allesamt in eine leere Nussschale. Sie tropfte Wachs darüber. Zuerst schwarzes, dann rotes, dann weißes Wachs. Bis die schwarzen Krötenhautwarzlinge in der Nussschale ganz mit Wachs versiegelt waren, solange tropfte sie Wachs darüber. Die Kinder fanden das allesamt sehr interessant. Die versiegelte Nussschale gab sie dann dem Kind. Das Kind oder manchmal auch die Mutter oder halt der, der an den Warzen litt, musste sodann am 13. des folgenden Monats in den Wald gehen. Gut war es, wenn ein Bach da war, denn das Nusswarzenschiffchen musste aufs Wasser gesetzt werden. Der Bach trug die Warzen allesamt zurück in ihre Heimat. Das war dort im Schattenwald. Weit, weit weg. Kinder durften dem Nusswarzenschiffchen winken. Erwachsene nicht. Sie durften sich nicht mal danach umdrehen. Dann ging man den Weg nach Hause zurück, legte der alten „Kroterin“ ein Stück Apfelkuchen vor die Tür und es war ganz komisch. Die Warzen waren aus dem Sinn, aus dem Aug und weg. Niemand erinnerte sich jemals seiner Warzen. Nur die alte „Kroterin“ wusste um jede einzelne Warze und ihre Geschichte. Und die Geschichten hinter den Warzen waren oft ganz wundersame.

Monika Rosenstatter 28.9.2020

Krötenhautwarzlinge - ÄHMMM Pilze:)))

Wenn man sie abklaubt, dann sehen sie wie alte schwarze Warzen aus...

27.9.2020

Die Wurzelfrau

Es war einmal eine alte Frau. Sie war eine alte, runzelige weißhaarige Frau. Früher war sie noch größer, aber als ihre Kinder erwachsen waren, ihr Mann gestorben war, und sie alleine in ihrer alten Hütte lebte, wurde sie etwas kleiner und gebückter. Ihr silberweißes Haar hatte sie stets zu einem feinen Knoten gewunden und mit einer Wurzel hochgesteckt und ihre fröhlichen Augen lächelten zwischen ihren tiefen Falten hervor. Sie redete nicht viel, außer sie saß am Feuer. Dann erzählte sie von magischen Trommeln, von Vögeln, von samtigen Pfoten, von Sternen in weiter Ferne und sie summte Lieder vor sich hin, deren Text keiner jemals verstand. Die Melodie war jedoch eine ganz eigene. Es war die Melodie ihrer Ahnen. Immer wenn man von weitem diese eine Melodie hörte, wusste jeder im Dorf, dass sie wieder hoch oben war am Berg und sie gebückt über den Wiesen und Matten saß. Mit ihrer alten verbeulten Kupferschaufel saß sie da tagelang. Sie summte und schaute in den Himmel und es war so, als würde sie mit den Pflanzen rund um sich reden und verhandeln. Die Alten im Dorfen wussten um dieses Treiben und wunderten sich nicht. Die alte Wurzelfrau verhandelte wieder mal mit den Pflanzen. Welche Wurzeln würde sie heuer in diesem Herbst und Frühwinter heben dürfen? Sie war eine besondere Frau. Sie  grub nicht einfach Wurzeln, weil jedermann und manch Frau sie brauchte. Sie fragte wohl, welche Wurzel von der hohen Bergwiese mit ihr ins Tal kommen würde. Welche Wurzel würde sich opfern und welche Pflanze dafür ihr Leben lassen wollen? Tagelang summte sie, pfiff sie auf ihrer Flöte, saß auf der Erde und oft sah man, wie sie ewig und noch einmal ihre Hände auf die Erde legte. Dabei schloss sie ihre Augen, ihr Gesicht lachte weiter. Manchmal war sie wie verschwunden, so nah war sie der Erde, war mit ihr scheinbar verschmolzen. Sie streute Mehl in den Wind, goss Wasser zu den verschiedenen Pflanzen und verbrannte Wacholderholz. Die Leute unten im Dorf warteten oft tagelang, und waren gespannt, welche Wurzeln sie denn heuer wieder mitbringen würde. Jedes Jahr waren es andere Wurzeln. Manchmal brachte sie ein großes Bündel mit herunter vom Berg, die alte Wurzelfrau, manchmal waren es nur kleine feine Würzelchen, kaum zu sehen. Graben hat man sie nie gesehen die alte Wurzelfrau. Man munkelte, dass sie es spät des Nachts tat. Dieses Graben und Schürfen. Das Schürfen konnte man in klaren Nächten manchmal bis weit ins Tal hinein hören. Die kleinen unschuldigen Kinder hörten sogar, wenn sie mit den bloßen Fingern grub. Die Angelikawurzel, die Bibernelle, die Blutwurz, die Meisterwurz, die Bärwurz und den Eibisch. Wenn sie Schlehenwurzel grub, dann donnerte es meist ganz grimmig, und alle beteten im Dorf, dass sie bald mit dem Schlehenwurzgraben aufhören möge. Das war oft ganz grimmig, denn vor lauter Neugier sahen die Bewohner des Dorfes dann rauf auf den Berg und fürchteten um die alte Wurzelfrau. Sie beteten, dass der Donner sie verschonen möge. Und mancher sah von weitem ihren Buckel, … aber solange er sich bewegte, wusste man, dass sie fleißig am Graben war. Meist folgte die Alte dem Ruf des Herbstmondes. Einen Tag bevor er voll war, packte die Alte ihr bescheidenes Bündel und machte sich barfuss auf den Weg, hinauf in die Wände.  Keiner kam ihr zu nah, wenn sie ihrer Wege ging, denn sie war am ganzen Körper mit Bärenfett eingeschmiert und gesagt hätte sie sowieso nichts. Höchstens gesummt und gebrummt. Denn so ein altes Wurzelweib musste klar sein, wenn sie zu ihren Verhandlungen ging. Wenn sie bat, die Pflanzengeister, um ihre Wurzeln, wenn sie hineinsang die eine oder andere Angelika in den Tod, wenn sie rang um die Wurzel einer uralten Blutwurz im Hochmoor. Das war die alte Wurzelfrau. Mit ihren Wurzeln machte sie kaum Geschäfte, die bekamen nur die, die sie wirklich erkannten. Nur die, die in der Lage waren, ihr Übel selbst an der Wurzel zu erkennen, denen gab sie von den Wurzeln des Lebens. Sie sang sie dem Kranken meist in die Hände und blinzelte ihm zu. Das genügte wohl und nicht selten sprang der Kranke dann auf und hüpfte mit der Wurzel fröhlich ins Tal und es ward, als hätte ihn das Leben selbst geküsst.  

Monika Rosenstatter 27.9.2020


 

 


25.9.2020

Es regnet. Der Mond nimmt zu und es ist Freitag. Ein kuscheliger Herbstabend lädt zum Einhüllen in Wolle ein, zum Kerzenlicht, zu einem guten Buch und zu einer wonnigen Fussmassage mit warmen Ölen, Schreiben, Sinnieren, Forschen und mich einhüllen. Zu meiner Wurzelkraft finden. 

Bei zunehmendem Mond gönnen wir dem Körper gutes. Von der Nahrung bis zum ganzen Verwöhnprogramm. Um den Kreislauf zu stärken, gehen wir mal barfuss eine Runde im Regen auf der Wiese spazieren. Die Erde ist noch a bissi warm... aber jetzt kühlt sie jeden Tag mehr ab. Wer jeden Tag barfuss geht, und ist es nur kurz, tut schon Gutes für seinen gesamten Stoffwechsel und die Spannkraft des Körpers wird erhöht, die Gehirnleistung aktiviert.

Gehe langsam. Oft ist es so, dass, wenn es kalt ist, wir nur ganz schnell über die Erde huschen. Dann können sich aber die Fußsohlen nicht an die Kälte gewöhnen. Also lieber langsam und dafür einen kürzeren Weg gehen. Spüre, wo fühlst Du im Körper die Kälte oder plötzlich auch Wärem? Oft schmerzt es anfangs. Nach einigen Minuten der Bewegung würden sich die Füße drauf einstellen. Und wie oft höre ich: "Aber ich habe ständig Blasenentzündung. Ich kann nicht barfuss gehen."

Ich hatte das auch. Das Thema mit der Blase, folglich der Angst. Vor allem durch Kälte. jetzt weiß ich seit vielen Jahren: Barfuss gehen ist oft die beste Medizin bei Blasenentzündungen!

Der bewusste Kontakt mit den Füßen und der Erde, das Hinspüren und die Körperweisheit wieder erlernen.

***

Ich widme mich Tag für Tag nun mehr den Wurzeln und den Baumfrüchten. Eicheln, Kastanien und Blutzwurz und Eibisch und Co. Es ist einfach Herbst. Und alles zieht sich zurück in Stamm und in die Wurzel. In welchem Stamm wurzelt Deine Lebensschnur?

Das ist heute meine Frage an mich selbst. In welchem Stamm wurzelt mein Leben?

Baumstämme haben so wunderbare Maserungen und Wurzeln so herrliche Düfte und Farben. Ich seh schon, das wird ein kunterbunt gesponnener Herbstabend.

"Die Seele nährt sich von dem,

an dem sie sich erfreut."

Augustinus

Von Herzen wünsche ich Euch ein wohlig verregnetes Wochenende. Fließend, singend und mit viel Liebe, Kreativität und Spaß durchtränkt.

Eure Monika

 

 





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Naturschätze - Kreativraum für Mamas und Kinder

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Hier einige Inspirationen auf meiner neuen homepage aktuell für diese Zeit.

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