Geistheilung - Mentale Alchemie

"Ich glaube, dass Heilen auf nicht-materiellem Weg, durch geistige Methoden, eine Zukunft ungeahnter Möglichkeiten hat. Und ich glaube, dass ihr Bereich allmählich über das, was wir heute, zu Recht oder Unrecht, als 'funktionell' bezeichnen, hinauswachsen und auch alles Organische umschliessen wird. Ich sehe die Morgenröte einer neuen Zeit vor mir aufleuchten, in der man gewisse chirurgische Eingriffe, z. B. an inneren Gewächsen, als blosse Flickarbeit ansehen wird, voller Entsetzen, dass es überhaupt einmal ein so beschränktes Wissen um Heilmethoden gab. Dann wird kaum noch Raum sein für althergebrachte Arzneimittel. Es liegt mir fern, die moderne Medizin und Chirurgie irgendwie herabzusetzen, ich hege im Gegenteil grosse Bewunderung für beide. Aber ich habe Blicke tun dürfen in die ungeheuerlichen Energien, die der Persönlichkeit selbst innewohnen, und in solche von ausserhalb liegenden Quellen, die unter gewissen Bedingungen durch sie hindurchströmen und die ich nicht anders als göttlich bezeichnen kann. Kräfte, die nicht allein funktionelle Störungen heilen können, sondern auch organisch bedingte, die sich als blosse Begleiterscheinungen seelisch-geistiger Störungen herausstellten."

Prof. Dr. Carl Gustav Jung zum Thema geistiges Heilen

Mind - Body - Soul

Alles ist Eins - Eins ist Alles. Ich habe keinen Körper, ich bin ein Körper. Ich denke und forme dadurch und ich fühle und lebe bin beseelt dadurch. Das ist für mich Geistheilung. "Geistheilung" im herkömmlichen Sinn ist nicht nur die Kraft der Gedanken, es beinhaltet seine Seelenspur zu erfassen und zu fühlen, es erfordert den Weg des Herzens. Dazu zählt auch die liebevolle Zuwendung zum Körper und zu dieser Materie, Wirklichkeit in der wir nun unser Leben leben und gestalten.

Mentale Alchemie ist sehr wohl eng mit dem Geist verbunden. Pflege ich die Kunst der mentalen Alchemie, so wird sich körperliches Wohlbefinden und seelische Zufriedenheit und Strahlkraft einfinden. Es ist ein ewiges Üben, sich korrigieren, sich Hingeben in Würde und ein Willensweg.

"An alchemist is one who turns everything into love"

Als ich diesen Weg begann zu wählen und zu leben, war ich sicher nicht der Licht- und Liebetyp. Aber ich begann zu "WANDELN". Zuerst einmal mich, denn letztendlich sind wir ja hier auf dieser Erde, in dieser Inkarnation, um uns selbst zu heilen. Heilen bedeutet oft wandeln, transformieren, verstehen, lieben und durch den Schatten ins Licht gehen. Zuerst muss man meist hinabsteigen um dann in den Himmel zu fahren. Und dies muss einem ganz bewusst werden. Ein bewusstes Handeln wird zur Medizin.

" Der Impuls des Bewusstseins ist,

Wissen zu verkörpern,

so dass die Seele körperliche Form annimmt."

Frederic Lehmann

 

"Unser Körper folgt immer den Anweisungen unseres Denkens -

anders gesagt , wir steuern mit unserer Art zu denken unseren Körper,

und zwar pausenlos und ununterbrochen"

Sondra Ray

 

"Der Körper wird vom Bewusstsein getragen"

Dalai Lama

 

"Denken ist verdichteter Geist.

Körper ist verdichtetes Denken.

Deshalb ist der Körper im höchsten Sinne Geist."

Sondra Ray

 

 

Die Alchemie der Bewusstseins ist mit der Wandlung der Seele verbunden. Spiegelgeschichten können in der Wandlung unseres Seins sehr viel bewirken. Es ist ein Prozess. Wenn der Mensch sich darauf einlässt, wie ein Alchemist seinem Werk fleißig nachgeht und übt und reinigt und klärt, zum Vorschein bringt, sinchtbar macht und letztendlich integriert... dann hat die Seele einen Schritt vorwärts getan.

Diese folgende Geschichte träumte mir eines Nachts im Oktober 2018:

 

Montag 8.10.2018

 

Es war einmal...

es war einmal wieder montag. der Mensch stieg aus dem bett, schaute in den spiegel. was erblickte er? Ein spiegelbild, welches ihm blass und müde entgegensah, die haare noch zerzaust, der blick trübe und eigentlich ist das ja die beste chance, noch das beste draus zu machen. aber der mensch drehte sich um, wendete sich ab und ging zu seinem alltag über. mancher mensch wird da natürlich tätig und macht sich hübsch und gibt sein bestes, denn so ein spiegelbild ist ja nicht gerade erbaulich. dieser mensch liess sein spiegelbild hinter sich und ging in die welt hinaus. er suchte überall und sah vieles und vieles war genauso wie sein spiegelbild am morgen. trübe, traurig, unzufrieden, zerzaust, chaotisch und ausser sich. aber irgendetwas sagte ihm, er solle doch noch einmal in den spiegel blicken. also tat er das. er fragte also sein spiegelbild, was es ihm so zu sagen hätte. es kam keine antwort. das soiegelbidl war sprachlos. keine worte mehr, kein gefühl mehr, nichts kam da von diesem verdammten soiegelbild zurück. das machte ihn nachdenklich, den menschen. er ging wieder seiner wege und ging und machte und nichts machte ihna ber recht glücklich. das war schon mühsam dieses leben. diese welt ar echt nicht die beste, beschloss der mensch. überall dieses grau und keiner lächelte ihn an und alles war so .. ja wenn er die zeitung las und die nachrichten hörte... wie soll man als mensch da noch lachen?

aber er setzte sich wieder vor den spiegel. sein spiegelbild blickte ihn an. er blickte sein spiegelbild an. er begann aber wieder zu reden mit dem spiegelbild und inzwischen schrieb er ihre geschichten auf, die von ihm und seinem spiegelbild. und da war es ihm, als hätte das spiegelbild etwas gesagt, wonach er gar nicht fragte. er horchte hin. ganz genau. und da sagte das spiegelbild: schließ doch deine augen, dann brauchst du mich nicht mehr ansehen. meinen trüben blick, meine zerzausten haare, meine unzufriedenheit... schließ die augen. dann brauchst du auch das übel der welt nicht mehr zu sehen...

der mensch hat darufhin wirklich die augen geschlossen, denn eigentlich konnte er dieses siegelbild nicht mehr ertragen, auch wenn sie sich nun schon ganz gut angefreundet hatten. Er schloss die augen und es war finster um ihn herum. Er sah nichts mehr. kein spiegelbild, keine welt da draussen. zwischendurch blinzelte er mamchmal, so ganz heimlich, um zu sehen ob das spiegelbild eh noch da ist. und jedesmal wenn er heimlich guckte, guckte natürlich das spiegelbild auch. so machte er es viele tage. zuerst setzte er sich immer vors spiegelbild, redete mit ihm, dann schloss er die augen. die ersten tage, ja wochen, monate... kamen dann viele bilder daher.. ja sogar in der finsterniss hinter den geschlossenen augen kamen die bilder... er merkte das waren all die bilder die er so über sein leben hinweg gesammelt hatte. er schaute fernsehen. er schaute sein ganzes leben. und das spiegelbild schaute wahrscheinlich auch mit... dachte er sich. denn es war ja immer da, wenn er die augen öffnete. und dann war da plötzlich ein tag, an dem er wieder mit geschlossenen augen vor dem spiegel saß. und da spürte er seinen atem. ein unglaublich tiefes einatmen, ein unfassbares tiefes ausatmen. er hörte sein herz schlagen. er konnte hinhören. so richtig. und er fühlte wie alles in ihm pulsierte und lebte. keine bilder mehr. er atmete und atmete und sein herz schlug und schlug und da war so eine freude. einfach eine freude. und als er die augen aufmachte, denn er wollte ja seinem soiegelbild davon berichten, da traute er seinen augen kaum. das spiegelbild strahlte ihm entgegen. unglaublich. es strahlte. kein trüber blick, die haare zerzaust, aber wunderbar zerzaust, das gesicht rund und fröhlich, die haut zartrosa und fein und schön, und das siegelbild lächelte ihm entgegen. und als er aus dem fenster sah, da war es herebst geworden. die blätter so bunt, die goldenen sonnenstrahlen so schön. und da fragte er sein spiegelbild... was ist passiert?

das spiegelbild sagte: du hast die augen geschlossen. du warst nicht mehr im außen, du warst nicht mehr überall und nirgends, sondern hinter deinen geschlossenen augen hast du dich selbst gefunden.

er drückte dem spiegelbild einen schmatz mitten ins gesicht. machte einen herbstspaziergang und sah die welt mit neuen augen. er lebte wieder. er fühlte wieder und er suchte nicht merh im außen sondern er war das außen. tief in sich drin.

Monika Rosenstatter