Für werdende Mütter und Großmütter

Es ist kaum zu glauben. Es gibt nun wieder Nachwuchs in unserer Familie. die fünfte Generation ist gerade am Heranwachsen. Meine Großmutter wird schon bald Ururgroßmutter. Und ich werde Großmutter.

Es machte etwas mit mir, als ich erfuhr: ich werde Oma!

Ja. Es war so etwas Neues. Es war ein gewisses Reifen. Nach und nach mächte ich nun die Erfahrungen und auch Tips an Euch weitergeben, die nun werdende Mütter aber auch Großmütter gerne weitergeben. Denn es gibt ja nichts Schöneres als ein Seelchen zu empfangen, alles dafür vorzubereiten. Auch die Begleitung der Schwangerschaft ist für mich ein Erlebnis.

Und so hat sich ein Schutzgebet mir geschenkt. Ein Gebet, dass vor allem werdende Großmütter für ihre schwangeren Töchter sprechen können. Ganz sanft wird die werdende Mutter mit den Worten eingehüllt.

Schwangere dürfen durch das Leben getragen werden. Von vielen Wünschen, Wesen und Engeln. Von Kräutern, Blüten und Düften. Von Baumschutzengeln und Tieren. vor allem die Schmetterlinge lieben werdende Mütter. Sie künden vom neuen Leben.

Mutter sein…
Der Himmel und die Erde machten mir das Geschenk Großmutter zu werden. Ich danke den zwei Seelen dafür, die es dem kleinen Erdenkind nun ermöglichten hierher auf diese wunderbare Erde zu kommen. Das Heranwachsen eines Kindes ist ein Wunder, welches wir vielleicht sogar schon verlernt haben zu sehen. Zu sehen wie die Mutter dem Kind diese Geborgenheit schenkt, in dem es sich behütet fühlt, erfüllt mich zutiefst. Diese unglaubliche Hingabe dieser jungen Frau an ihr Kind ist reine Liebe. Das Kind wird gestillt und ist getragen im Auraraum der Mutter. Es erinnert an die Marienbilder, an die Mutter Gottes mit ihrem Kind. Warum beten die Menschen zu solchen Bildern? Weil es ihnen Urvertrauen, Kraft und Liebe und Hoffnung schenkt. Warum seht ihr nicht die Mütter mit ihren Kindern und gebt ihnen diesen Raum, diesen Rahmen in dem Mutter und Kind so wachsen dürfen. Warum sehen wir nur die Bilder, wenn doch um uns diese Wunder tagtäglich geschehen. Kinderseelen wünschen sich nichts mehr als Liebe. Ein kleines Baby lässt uns alles vergessen… Es ist so rein. Ganz im Jetzt. Mit der Muttermilch fließt die ganze geistige Nahrung in das Kind. Die Erinnerung an die Sternenheimat wird wachgehalten. Viele Kinder gehen schon immer weniger durch die Pforte des Vergessens, und das sollen die Mütter unserer Zeit nun wissen. Warum heißt die Milchstrasse, Milchstrasse? Es ist die Mutter die genau in diesen ersten eineinhalb Jahren noch so viel in ihrem schützenden Auramantel bereithält für das Kind, für die Kinderseele. Verbindet sich die Mutter täglich mit ihrer Quelle, ist dies vor allem auch für das Kind ein großes Geschenk. Vor dem Einschlafen betrachte die Mutter mit ihrem Kinde ein Marienbild und stärke und reinige sich so. Das Kind wird seine Berufung, seine Aufgabe so nicht vergessen. Und die Mutter wird den ersten Abschnitt des Weges so begleiten. Die Mutter schenkt dem Kind Zeit. Der Vater schenkt dem Kind den Raum. Über einen Zeitraum werden Vater, Mutter und Kind, Großmütter und Großväter, Onkels und Tanten… Seelenverbündete den Weg der Kinderseele erfüllen, beobachten, nähren, besingen, in Farben leuchten lassen. Über einen Zeitenraum hinweg wird eine neue Seele diese Erde erblühen lassen… sieh das reine Lächeln des Kindes … und erinnere Dich!
Ich darf noch etwas erleben, was ich selbst an mir nach meinen Geburten zu wenig wahrnahm. Meine Tochter sagte letztens: „Mama, weißt du wie genial es sich anfühlt, das erste Mal wieder zu bluten? Das letzte Mal blutete ich als Mädchen… nun blute ich als Mutter, als Frau!“
Diese strahlende junge Frau und Mutter zu sehen… Mutter werden ist eine Verwandlung… eine Initiation. Dieses Geschenks möge sich keine Frau selbst berauben. Seid wieder Frauen und lasst den Lauf von Mutter Natur zu. Ich bin noch eine junge Großmutter… also auch noch blutend… wie wir doch genießen… gemeinsam Mondzeit als Frau erleben… Auch dafür bin ich dankbar als Großmutter.

Großmutter Monika

 

 

Begleitgebet

Oh, Maria mein

hülle Mutter und Kind mit Deinem Schutzmantel ein.

Der werdenden Mutter sei Kraft und Leben,

Freude und Liebe gegeben.

Das kleine Kindelein

wächst im geschützten Schoße,

gesund und munter,

friedlich und rein.

Das nährende Band der Liebe  möge fließen,

sich das strahlende Licht in Wesen und Sein ergießen.

Monika Rosenstatter 20.7.2018


 

Geburtsgeschichte

Der Tag bricht an. So wie ein neues Leben. Heute möchte ich über Geburten schreiben. Frauen gebären Kinder, werden zu Müttern. Jede Geburt ist ein Wunder für sich. Beim 1. Kind weiß man noch nicht recht, was auf eine zukommt, beim 2. Kind eigentlich auch nicht besser, weils ja meist anders wird,... und beim 3. Kind... Ja jede Geburt ist anders und nicht immer so wie man es sich wünscht. Ich selbst habe dies erlebt. Und nun erlebe ich es immer wieder in der Begleitung von Frauen, welche Geburten gerade hinter sich haben oder vor sich haben.

Nun, wenn ein Kind geboren wird, beginnt eine neue Geschichte. Eine Geschichte des Kindes auf dieser Erde, eine Geschichte für Mutter und Kind und eine Geschichte der Familie. Vater, Mutter, Kind. Alles baut sich neu zusammen. Jede Geschichte hat einen Anfang. Und genau um diesen Anfang dreht sich meine Geschichte heute, denn manchmal glaubt man als Frau einen Fehlstart hingelegt zu haben. Die Geburt war anders als erwartet. Eine Frühgeburt, ein Kaiserschnitt, eine Zangengeburt,... wie auch immer. Sehr oft leiden Frauen genau unter diesem Start für ihr Kind in diese Welt. Die Frau glaubt versagt zu haben, etwas falsch gemacht zu haben, möchte die Geburt am liebsten wiederholen, was nicht möglich ist, macht sich Vorwürfe... Der Kopf ist voller Gedanken und die Tränen fließen. Ja, solche Starts ins Leben gibt es täglich in Krankenhäusern und bei Geburten. Es ist natürlich. Weil es einfach so ist. Ich selbst glaubte damals bei einem meiner Kinder die Geburt wiederholen zu müssen, versagt zu haben... jahrelang schleppte ich das mit mir herum. Bis ich verstand. Es gehört zur Geschichte. Es war der Anfang. Und darum geht es. Es bräuchte eine gute Zuhörerin, eine sensible Zuhörerin in den Krankenhäusern, die merkt, wenn genau das Thema bei einer Mutter abläuft. Es würde oft genügen zu der frischgebackenen Mutter zu sagen: Komm. Ich hör Dir zu. Erzähle mir von der Geburt. Wie war es?

Oft habe ich erlebt, dass vor allem noch im Wochenbett das Gespräch über die Geburt Wunder wirkt. Und die Zuhörerin ist ganz Ohr. Sie hört einfach zu. Redet nicht und hört die Geschichte der Geburt. Denn es ist eine Schöpfungsgeschichte. die Zuhörerin hilft der Frau lediglich noch einmal einen Blick auf alles zu werfen, sich allem hinzuwenden, gibt ihr die Möglichkeit im geschützten Raum die Geburt nochmals zu erlebe, hinzusehen. Und dann besteht die Kunst darin, die Frau darin zu bestärken, dass egal wie die Geburt war, oder was alles war, oder wie es jetzt ist, diese Geschichte als Start anzunehmen. Diese Geburtsgeschichte nicht auszugrenzen, ruhig auch Tränen und sogar Wut hochkommen zu lassen... um dann zu sagen... Ja, ich kann diesen Start der Geschichte, unserer Geschichte jetzt annehmen, anderes sehen. Und dann können Mütter ihre Kinder oft erst richtig annehmen, Angst für weitere Geburten könnten gemindert werden. Es ist wirklich oft wunderbar zu erleben, wie sehr es den Raum öffnet, wenn die Geschichte nochmals erzählt wird, manches sich im Erzählen wandeln darf. die Zuhörerin hat den Part der Zuhörerin. Das ist ganz wichtig. 

 

Ein kleines Gedicht habe ich in einem sehr alten Buch gefunden. Meine tochter schenkte es mir. Sie sagte auch nach der Geburt ihres kindes zu mir: Mama darf ich dir die ganze Geschichte der Geburt erzählen? Und es war gut so.

 

An ein Kind

Noch wiegt dich sanft der Mutter Arm,

und ihres Auges treue Hut

schützt dich vor allem Leid und Harm,

du weißt noch nicht, was bös und gut.

Es kommt die Zeit, wo du's verstehst,

und mit der Zeit die Prüfung kommt,

wo du auf eigenen Bahnen gehst

und selbst muss wälen, was dir frommt.

 

Man füllt die Wahrheit nicht wie Wein

aus einem in den andern Krug:

Sie will durch Kampf gewonnen sein,

und wie den Acker erst der Pflug

durchlockert, dass die junge Saat

aufkeimen mag in seinem Schoß,

so ringt sich nur durch gleiche Tat

in uns der Keim der Wahrheit los.

 

Doch was auf Erden soll gedeihn,

im Acker wie in Geist udn Herz,

braucht Segenstau und Sonnenschein

und strebt zum Licht auf, himmelwärts.

Gott waltet, dass sich einst erfüllt,

mein holdes Kind, in seinem Geist,

was dir mein Wunsch im Lied enthüllt:

dass du ein Kind des Segens seist!

 

Friedrich von Bodenstedt

 


Kind - Willkommenslied

Kinder kommen zur Welt.Manchmal zu früh, manchmal zu spät. Selten zum Termin. Gestern war es wieder so weit. Und da saß ich am Wasser, die Wellen schlugen hoch, während die Frau in den Wehen lag. Es war als würden die Wellen so gehen wie die Wehen. Und dann lauschte ich... und über mir flog diese Möwe...

Und dann war da plötzlich dieses Lied in der Luft...

Das Lied, das die Wehen dann begleitete... bis das kleine Kindchen geboren war....

Das Lied ist sehr hoch... denn es ist so,... dass Lieder für Kinder.. die noch ganz in den geistigen Welten sind, wenn sie geboren werden,... sehr hoch klingen... möge das Lied noch für viele Kinder erklingen und werdende Mütter begleiten...

Das war nur der Rahmen dieser wunderbaren Geburtsgeschichte... mehr möchte ich gar nicht drüber schreiben... aber das Lied darf für alle klingen...

Lyrics and Melody: Monika Rosenstatter 10.3.2019

Ein Kind - Willkommenslied

Kleines Kindlein

komm auf die Erde

Kleines Kindlein

komm und werde

Deine Mutter hüllt dich ein

Singt dich in die Welt herein

Über dir, zart und rein

 wacht des Vaters Enegelein.

 

Kleines Kindlein

sei auf der Erde

Kleines Kindlein

sei und werde

Deine Mutter wiegt dich fein

singt dich in den Schlaf hinein

über dir, zart und rein

wacht des Vaters Engelein

 

Kleines Kind

nun bist du auf der Erde

Kleines Kind

atme und werde

in deinem Herze klein

brennt das ewig Lichtelein

Über dir, zart und rein

Mutteres und Vaters heller Schein.

 

Monika Rosenstatter

 

 


Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen. Meine Tochter wurde es von ihrer Hebamme empfohlen. Es gibt ja so viele Bücher über Schwangerschaft und Geburt. Und wenn ich mich an meine Schwangerschaft erinnere, jede Frau ist anders, dann muss ich sagen, ich habe so gut wie nichts gelesen. Ich habs einfach genossen. Habe damals in der Schwangerschaft das Taufkleid bestickt, habe das Nest gebaut und die erste Schwangerschaft so richtig schön erlebt. Ich war ja noch sehr jung. 21, war ich damals. Nun, jetzt als werdende Oma, lese ich sehr viel. Überhaupt und sowieso. Ich lese und lese und lese. Immer wann ich nur eine Augenblick Zeit habe. Und so ist mir natürlich auf folgendes Buch in die Hände gefallen, besser gesagt Helena hat es mir nahegelegt. Und ich bin wahrlich überwältigt von so viel Schönheit.

"Das Fest der Geburt" von Frederick Leboyer

Ich lieber ja Marienbilder. Und Fredrick Leboyer hat wunderbare Texte zu den schönsten Marienbildern dieser Erde seine WunderWorte geschrieben. Es lohnt sich dieses Buch einer werdenden Mutter, vor allem, wenn sie ganz im Vertrauen auf ihre Kräfte als Mutter ist, sie eine natürliche Schwangerschaft pflegt und sich voll und ganz auf das Wunder der Geburt einlässt.

Nur einen ganz kleinen Textimpuls aus dem Buch möchte ich wiedergeben:

Die Stille

Denn Liebe

wächst in der Stille

und nährt sich

von unserem Schweigen.


 

Diese wundeerbare Stehpuppe hat meine liebe Tochter mir geschenkt. Fürs Oma-Werden. Sie hat die Puppe in liebevoller Handarbeit entstehen lassen. Nun haben wir auch gemeinsam Tücher gefärbt. Hier seht ihr ein Seidentuch in Pfirsichblüt. Helena hat eines und ich auch. Denn im Mutterleib empfindet das kleine Seelchen ja diese Pfirsichblütfarbe und darum sollte es, wenn es dann auf der Welt ist, z.b. immer auch mit dieser Farbe, besonders am Anfang des Erdendaseins mit einem Seidentuch in dieser Farbe begleitet werden. Es kann beim Stillen dabeisein, im Tragetuch ans Gesichten sich schmiegen, im Kinderwagen, im Bettchen. Und es soll vor allem nach Mama oder Papa oder Oma oder Opa riechen. Je nachdem halt. Pfirsichblüt beschreibt Rudolf Steiner so:

Die Pfirsichblütfarbe befindet sich außerhalb der Blütenwelt als Farbe am Menschen. In blütenhafter Reinheit zeigt sie sich am kleinen Kind , wo die Haut sogar duftet. Als Inkarnatfarbe wird sie zum Ausdruck des gesund durchseelten Menschen ; sie wird zum "lebendigen Bild der Seele".

Das Tuch haben wir mit Krappwurzel gefärbt. Die Kinder unserer Welt brauchen Liebe und Farben. Farben aus der Natur und Liebe vom Menschen.