Walnuss – Juglans Regia – Familie der Walnussgewächse

Die Walnuss ist ein Baum von stattlicher Größe und so liest sich auch seine Geschichte. Fast jeder Bauer pflegte einen Walnussbaum. Denn was wäre eine gutbürgerliche Küche, ein echter Haushalt ohne Nüsse? Die Nuss hat eine besonders spannende Signatur. Der eine Gehirn ähnlichen Same ist in einer harten schale aus Holz eingebettet. Dieser ist zuerst am Baume hängend sogar noch von einer grünen Mantelschciht umgeben, welche sich erst im Herbst zu lösen beginnt und die Nüsse freigibt. Also eine Nuss zu knacken, erfordert Zeit, wie wir deutlich erkennen können. In Bayern wird ein Scheit vom „Welschnussbaum“ ins Osterfeuer vor der Kirchtüre geworfen. (Hier tritt die Walnuss also anstelle des Haselnussholzes und auch Eichenscheites – andere Länder, andere Sitten! In Böhmen glaubt man, dass die Nussblätter Flöhe vertreiben, und legt sie zu diesem Zweck in die Strümpfe.Die Slowaken legen Nuss- und Krautblätter auf Geschwülste auf. „Pripory“ heißt bei den Slowaken eine Krankheit kleiner Kinder (wahrscheinlich Lungen- oder Rippfellentzündung), wobei sie schwer atmen, und ihnen die Seiten „fluktuieren“. Gegen dieses Übel trägt man das Kind dreimal um einen Nussbaum, wobei man  Kind und Stamm mit Schmer (Salbe – evt. Hausbaumsalbe – lernen wir im Kurs) schmiert unter Hersagen dieses Spruches: „Gehe, du Sonne, hinter die Berge, und diese pripory (Krankheit) unter die Nussbaumrinde.“ In Bosnien ist der Nussbaum der Lebens- und Schicksalsbaum. In Ljubinje will niemand in jungen Jahren einen Nussbaum pflanzen, weil man glaubt, dass der Pflanzer auch verdorren müsse, sobald der Nussbaum verdorrt. Im Bezirke Sarajevo dürfen in der Nähe von Häusern stehende Nussbäume nicht umgehauen werden, denn sobald der Baum verdorrt, ereilt denjenigen, der ihn umgehauen, das gleiche Schicksal. Wir sehen schon, der Walnussbaum hat tiefe magische Bedeutung. Die Römer brachten diesen herrlichen baum mit zu uns und seitdem haben sie einen festen Platz in unseren Gärten und in der Landschaft. Erst nach 15 Jahren bringt ein Nussbaum Früchte. Vom Walnussbaum kann so ziemlich alles verwendet werden. Er ist eine wahre Quelle, aber das waren sind ja Apfel- und Quittenbaum auch. Man beginnt mit den Knospen im März, mit der Blüte im April, sie wird zur Bachblüte „Walnut“ verarbeitet, dann werden die Blätter für Tee geerntet, die grünen Nüsse für Öle und Ansätze, die reifen Nüsse. Von den reifen Nüssen werden sogar die Kämbe (Zwischen und Trennwände der reifen Nuss) für Herztee verwendet. Aus den jungen, grünen Blättern wird ein blutreinigender Tee gekocht, der auch Magen und Darm stärkt. Er nimmt Gifte und Gase und Fäulnis weg. Der Sud aus den Blättern kann auch äusserlich egegen Schweißfüße angewendet werden. Die grünen Nüsse werden seit jeher in Ölivenöl eingelegt und so als Sonnenschutzmittel verwendet. Man denke an das Tiroler Nussöl. Und sie halten so auch Insekten fern. Der Sud aus den Blättern hilft bei Schweißfüsen und Haarausfall, auch als Färbemittel. Stattlich steht eine Walnuss im Raum. Der Walnussbaum ist in seinem Wesen stark nach außen orientiert. Er hilft uns die Wahrnehmung nach innen zu richten. Wir lernen durch ihn, zu uns selbst zu kommen. Wenn wir Entscheidungsschwierigkeiten haben, hilft es, mit einem Walnussbaum zu meditieren. Kurz gesagt könnte man sagen, wer sich die Walnuss als Baum seines Heimes erwählt, der möge Herz und Hirn bei all seinem Tun vereinen. Das Wesen ist verpackt in eine holzige Schale. Wer genau das in sich zu vereinen mag, der kann wohl jede Nuss knacken. Du kannst allen Schutz vom Walnussbaum erhalten, wenn Du ihn Samt und Sonders liebst. Mit all seine Seiten. Denn unter ihm wächst kaum etwas anderes, kann kaum ein anderes Pflanzenwesen Fuß fassen. Am ehesten noch eine Rose. Wenn Du seine Eigenschaften annimmst, nämlich jene, dass er stark abfärbt und braune Flecken hinterlässt, wenn Du an seine Frucht willst, dann kannst du bis zum Kern vordringen. Die Walnuss bereitet das Feld stets neu auf. Das ist ihre Essenz.

Aschenbrennertee – 6er Tee

Birkenblätter, Schafgarbe, Melisse, Brennnessel, Ringelblumen, Walnussblätter – diese sechs Zutaten wurden zu einem Tee von Eva Aschenbrenner vereint. Er entschlackt und entgiftet und bereitet eine neues, reines Feld um den Weg mutig weiterzuschreiten. Die Walnuss übernimmt hier den Part der Entgiftung auf besondere Weise. Für den 6er Tee werden nur die jungen Walnussblätter verwendet. Der daraus hergestellte Tee wirkt blutreinigend und hilft Magen und
Darm bei der Entsorgung von Giften, Gasen und Fäulnis.

Herztee

Man nimmt ca. 10 Nusskämben. Sie werden in  ¼ Liter Wasser 2  3 Minuten gekocht. Dann noch 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen und schluckweise genießen. 2 Tassen täglich!

Walnusshydrolat

Das Hydrolat aus den Blättern wirkt hervorragend als Anti-Mückenspray. Ebenso kann es mit Walnussöl zu einer Sonnenemulsion verarbeitet werden. Täglich 1 EL Walnusshydrolat stärkt das Herz!

Ein Walnussblätterkranz zur Sommersonnenwende im Ritualfeuer... seit jeher alter Brauch!