Süss-Saure Monatsrezepte 2018

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Jänner

​"Gschmackiger Lauchsalat" mit winterlichem Thymian

750 g Lauch - viele, vor allem die guten GärternInnen unter uns pflegen ihn ja noch im Winter im Garten.. 

2 EL Butterschmalz

Salz

1 TL Honig

Kräutersalz, am Besten schmeckt Thymiansalz

250 ml Gemüsebrühe

1 - 2 EL Rosenblütenessig oder Essig Deiner Wahl

einige frische Thymianzweigerl - er ist ja auch im Winter grün

Zubereitung:

Für den Salat die Lauchstangen guten putzen, auch zwischen den Blattansätzen. In fingergroße Stücke schneiden. 

Das Butterschmalz erhitzen und und den Lauch darin anbraten. Salz, Honig und die Brühe dazugeben und kurz aufkochen. Dies dann noch fünf Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen. Mit Deckel. Nun den Essig und abgezupfte Thymianblättchen untermischen. Den Salat in einer schöen Schüssel mind. 3 Stunden zugedeckt ziehen lassen. Passt gut zu Reis, Hühnchen, und auch einfach pur ist er ein gschmackiger Wintersalat. 

löauch war seit jeher ein absolutes Stärkungsmittel - schonb ei den Ägyptern, er ist sogar auf dem Wappen von Wales zu finden, und kaiser Nero soll bekanntlich täglich Lauch genossen haben. Er dachte er würde seine Gesangskraft stärken. Also schleimlösend ist er allenfalls, und das mit einer angenehmen Milde im Gschmack. 

Zu beachten ist vor allem der hohe Gehalt an Betacarotinen. Täglicher Genuss von vor allem gedünstetem Lauch würde den Tagesbedarf gut decken, noch dazu trägt er zu gesunder Darmflora bei, weil er auch einen hohen Gehalt an Inulin aufweist. 

​Und der Thymian ist mit seinen antiviralen und antibakteriellen Kräften die perfekte Ergänzung dazu. Ebenso ein Winterkraut erster Klasse!

Also ran an den Lauch! Ein ganz besonderes Wintergemüse!

 


Februar

Maiscremesüppchen mit Lachs und Dill

Eine einfache und schmackhafte Suppe hat sich heute im Kessel gebraut. suppen sind eine so herrliche Speise und ersetzen auch abend so gut die schnelle Jause. Ein Süppchen richtet den Magen ein.

1 EL Butterschmalz

1 große Zwiebel

3 EL Polentagries

1 Glas Bio Gemüsemais

1,2 L Gemüsebrühe

Kräutersalz

1 EL gehackten Dill - frisch oder getrocknet aus dem Kräuterfundus

3 EL Rahm

Räucherlachsfilet

Zubereitung:

Zuerst brate die gehackte Zwiebel samt Polentagries und Kräutersalz in einem Topf an. Gut rühren für ca 3 - 5 Minuten. Nun gib den gewaschenen und gut abgetropften Gemüsemais dazu, und gieße mit der Suppenbrühe auf. Dill dazugeben. Zugedeckt ca. 20 min köcheln lassen. Nun wird das Ganze püriert. Den Rahm dazugeben, abschmecken. Nun in schöne Suppenteller füllen und einige Streifen von Räucherlachs direkt vor dem Servieren in die heiße Suppe geben. Wer keinen Räcuherlachs mag, der verfeinert die Suppe mit Räuchertofustückchen oder Schafskäsewürferln.

Guten Appetit!

Das Maismädchen singt....

 

 

Zwiebelsalat "Wintergaudi"

 Ich habe diesen wunderbaren Zwiebelsalat gezaubert. Gestern Knoblauch  und Zwiebeltag wie es scheint. Rohe Zwiebel sind sehr gesund. Sie beugen Arteriosklerose vor, tragen sehr viel Schwefel in sich, feuern also den gesamten Stoffwechsel an. Zwiebel ist eine hervorragende Winterspeise. Und für die, die ihn nicht so gut vertragen, gibts nachher a kleines Mädesüs-Schnapserl... ;)

 

Zutaten:

3 Orangen

1 weiße Zwiebel

1 rote Zwiebel

2 Frühlingszwieberl

1 Fenchelknolle

 

Für die die Marinade:

Saft einer Zitrone

5 EL Olivenöl

1 Zweig Rosmarin

15 zerquetschte Fenchelsamen

Salz

Die Orangen werden filletiert, der Saft aufgefangen. Zwiebeln halbieren und in feinste Streifen schneiden, den Fenchel ebenso. Alles in einer Salatschüssel gut durchmischen. Nun Zitronensaft, Orangensaft, Öl, Salz und Rosmarin, kleinst gehackt, und auch die gequetschten Fenchelsamen in einer Schale gut verrühren. Diese Marinade über die geschnittenen Zutaten schütten, gut durchhrühren und zugedeckt mindestens 2 Stunden ziehen lassen. Nochmals gut durchhrühren und mit Brot geniessen. Die ätherischen Öle von Fenchelsamen udn Rosmarin verleihen dem ganzen eine interessante Note und helfen die Zwiebel besser zu verdauen. Dieser Salat entfacht unser Verdauungsfeuer und das ist bei uns Westlern ja mehr als eingeschlafen. Also, ran an die Zwiebel und die guten Gewürze.


 


März

Lärcherlbutter

200 g Biobutter

1 TL Olivenöl

1/2 TL Salz

1 TL Honig

2 EL Lärchenknospen

Zuerst hacke die noch geschlossenen Lärchenknospen ganz fein. Die Lärchenknospen sind richtig kleine Kugerl, die musst du zuerst natürlich vom Zweig lösen. Pflücke wenn möglich nicht alle von einem Baum. Bitte sei achtsam. Nun vermixe die zimmerwarme Butter mit dem Salz und dem Olivenöl und den gehackten Knospen. Diese Masse gib nun in ein Einaillehäferl und lass sie bei geringer Hitze schmelzen. gut rühren. die butter nicht anbrennen oder braun werden lassen, lediglich schmelzen. In die geschmolzene Masse rühre nun den Honig. Den Topf nun ins Kühle stellen und etwas erkalten lassen. Wenn die Masse nun erkaltet ist, so schlage sie mit dem Mixer nochmals auf. einfach auf ein gutes Brot streichen und genießen. Sehr bekömmlich und verdauungsfördernd, entschleimend, und erfrischend. Sehr gut machen sich als Garnitur noch Raspel von der Zitronenschale.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

 

April

Razz-Fazz Knöterich-Snack

Da bin ich wieder auf dieses Feld mit Japanischem Staudenknöterich (Fallopia japonica) gestoßen. Und er fasziniert mich seit Jahren. Wird er doch so verwunschen und verteufelt und ist er doch so schön. Und so sammelte ich die abgestorbenen Rohre um Salbentiegel daraus zu schnitzen. Vielleicht entsteht auch eine Flöte. Und dann habe ich ganz an die Wurzeln gegraben, soll doch eine schützende Tinktur daraus entstehen. Und an den mächtigen Wurzeln waren da die kleinen Sprosstriebe. Zart, rosa, hellgrün. Und die sammelte ich für mein Abendessen. Und auch die kleineren Stängel. Fürs Essen muss man wirklich bei den ganz jungen Trieben bleiben, sonst schmeckts nicht.

Der Staudenknöterich ist ein äußerst lebensverlängerndes Kraut, reinigt da Blut, und kann noch vieles mehr. Auch bei Rheuma udn Fieber wird er eingesetzt, er wirkt aber auch sehr stabilisierend.

Nun aber kurz mein Rezept.

Die kleinen Sprosse und Triebe werden in leichtem Essigwasser für 3 - 5 Minuten geköchelt. Dann abgeseiht und in Butter geschwenkt. Kräutersalz drüber und genießen.

seht ihr die kleinen Triebe? Das findet man zu Hauf. Und ich sag ja immer: Unkraut muss man nicht vernichten, man kann es essen oder in kleinen Schlucken trinken - als Tee... oder Medizin daraus bereiten!

Die Blätter des Knöterichs können in der Wildnis und auch so auf Wunden gelegt werden, sie wirken entzündungshemmend und wundheilend. Das Kraut sollte man wieder erforschen und erkunden, und nicht verteufeln!! Annehmen nenne ich das auch:)))



 

Mai

 

Brennnessel-Rhabarberkuchen

Für den Teig: 10 dag Butter, 2 Bioeier, 10 dag Zucker, Zitronenschlae, Vanillezucker, 10 dag Mehl, 1 Msp Backpulver

 Für den Belag: 5 Stangen Rhabarber, Zitronensaft von 1 Zitrone, 2 Handvoll Brennnessel, 2 El Rosinen, Rum. Den Rhabarber schälen in Stücke schneiden und mit Zitronensaft, Rosinen, Rum und den gehackten Brennnesseln marinieren. Erst ganz zum Schluss, damit sich nicht zu viel Saft bildet.

Zur flaumig gerührten Butter gibst Du nach und nach die Eier. Vorsichtig, der Teig soll nicht ausflocken. Ebenso gibst Du Zucker, Zitronenschale und mengst das Mehl unter. Die Masse in eine Tortenform füllen und mit den marinierten Rhabarberstückchen belegen.

Bei 170 Grad Heißluft backen.

Auch süß schmeckt die Nessel herzhaft gut.

Noch heiß mit etwas Blütenzucker bestreuen und genießen.

 

Maitrunk

Nach Benediktinermönch Wandalbertus aus der Eiffelstadt Prünn

Der Maitrunk wurde bereits im Jahre 854 erstmals erwähnt. Er zählt zu den klassischen Klosterheilkunderezepten. Er wirkt belebend, verdauungsstärkend und herzstärkend. Nach dem Essen wird gekühlt 1 Likörgläschen getrunken.

30 g Waldmeisterblätter- und Blüten

20 g Walderdbeerblätter

10 g schwarze Johannisbeerblätter (Optional Himbeerblätter oder Brombeerblätter)

10 g Gundelrebenblätter oder auch blühendes Kraut

Diese Blätter werden mit der Hand zerkleinert und in eine vorgewärmte Porzellanschüssel gegeben. Mit 150 g Staubzucker bedecken. Dies mit einem Teller abdecken und 2 Stunden ziehen lassen. Nun mit 3 Liter gutem Bioweißwein übergießen. Wieder 2 Stunden ziehen lassen. Abseihen und in Flaschen füllen und kühl lagern.

 

Fichtenwipfellikör nach Monihexenart

600 ml Biokornbrand

100 ml Chardonnay

100 g Rohrohrzucker

Schale von 1 Biozitrone

2 Handvoll Fichtenwipferl

Es ist Mai und somit Wipferlzeit. Im Vorbeigehen beim Spaziergang, nun aber auch von meiner eigenen Fichte am See :) - pflücke ich achtsam 2 Handvoll Fichtenwipferl. Wie sie doch weich und anschmiegsam sind die maigrünen Wipferl. Zuhause werden sie mit den anderen Zutaten in eine Flasche gegeben. Die ersten Stunden sollte der Ansatz öfters geschüttelt werden. Da der Zcuker sich gut lösen soll. Nun wird der Ansatz für 8 Wochen in der Küche zum Reifen belassen. Anschließend wird der Ansatz abgefiltert und wieder abgefüllt in eine schön beschriftete Flasche.

Prost! Diese sehr feine Likör tut dem Magen gut und ist einfach "Maienwonne".


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