Phänologischer Hexenkalender


Diese Seite ist bestimmt für meine täglichen, oft wöchentlichen Anregungen, Ideen, Rezepte und Erlebnisse rund um die Arbeit und die Eindrücke einer kleinen Hexe und Kräuterfrau.  Sammeltipps für Kräuter, Gartenratschläge, Kosmetikrezepte passend zu den Mond- und Sonnenrhythmen, eingebettet in den natürlichen Jahreskreis. Die Eindrücke, die ich hier niederschreibe werden geprägt von meinen Spaziergängen durch Wald und Flur, durch die tägliche Gartenarbeit und auch dem einfachen Leben als Hausfrau und Mutter. Küchentipps rund um gesunde Ernährung werden hier ebenso ihren Platz finden, wie Sprüche und Gedanken.

Viel Spaß beim Lesen, Umsetzen und eigenverantwortlichen Handeln.

Donnerstag 23.11.2017

soschönlangsam denken wir nun ja schon an Adventkranz und Weihnachtkrippe, an Nikolaus und ja...auch täglich kreisen die Raben übers Land. Gestern holte ich Tannenzweige und da begleiteten sie meinen Weg durch die Wälder. Ich kenn sie schon genau, wenn sie ihre Warnrufe ausstoßen, wenn ein Mensch den Wald betritt, auf welchem Baum sie wann sitzen und wenn sie in Scharen dann über die Wipfel fliegen. Raben trifft man überall auf der Welt an. Am Nordkap finden sich Kolkraben. Und in Norwegen erzählt man sich natürlich auch, dass die Krähen mit den Toten in Verbindung sind und vor allem die Verbindung halten können. sogar, dass sie sie bei entsprechender Behandlung ihre Botendienste anbieten. In Alaska, auch wenn man kaum mehr auf Leben antrifft, tauchen aus dem Nichts Raben auf, ebenso im Himalaya auf siebentausend Meter Höhe, wo sonst kaum mehr etwas gedeiht trifft man auf Raben... als wollten sie die Bergsteiger begleiten. Leider ist die Beziehung der Raben zum Tod irgendwann als negativ betrachtet worden, was wir dringend wieder wandeln sollten. Es ging da dem Raben ebenso wie dem Koyoten. Der Koyote, wohl eines der heiligsten Tiere der Indianer, wurdevon den Weißen auch als schlimmes, hässliches Tier abgewertet und zum Schandtier ausgerufen. Nun so bin ich also noch im November wandelnd, mit dem Raben ziehend, bevor ich wirklich in die Adventzeit eintauche. Lasst Euch Zeit. Und wenn ihr den Adventkranz erst wirklich am Tag vorm 1. Advent bindet, oder am 1. Advent genügt es. Genießt bis dahin den November. Es ist ganz ganz wichtig in diesen Monat abzutauchen und die Schönheit von Nebel, zauberhaftem Sternenhimmel, Übergang von Herbst zur Weihnachtszeit zu inhalieren. Tee kochen aus den letzten hagebutten die man findet, den garten liebevoll einbetten in sein Winterkleid. Blätter rechen und dies und jenes mit Schafwolle einhüllen.

Tja und die Raben nicht vergessen. Sucht sie.. in der Stadt, am Land, am Berg, im Wald, am Fluss, am See... überall sind sie... manchmal sogar vermischt mit den weißen Möwen. Der Rabe als Krafttier steht für das große Mysterium des Lebens, steht für Verschwiegenheit und birgt eine hohe Intelligenz. Er steht mit Dingen in Verbindung, die für uns nicht greifbar oder verständlich sind. Ja sogar unsichtbar sind. Mit der Rabenkraft lernen wir hinter die dinge zu blicken, das was der November uns auch lehrt. Oder lehren würde oder lehren will. Wenn wir uns dafür bereit zeigen. Achte stets darauf, und handle intelligent, und bedenke immer, ws Deine Handlugnen auch in anderen auslösen können. Nutze Deine Rabenkraft, erwecke Deine Rabenkraft um über den Dingen zu stehen. Sei erhaben udn gleite über manches hinweg, was Dich schon für lange Zeit begrenzt hat. Gewinne mit dem Raben neue Sichtweisen in dir selbst aber auch im hinblick auf Deine Umwelt und Mitwelt.

Für die Kinder gibt es viele, viele Rabenbücher. Der kleine Mondrabe von Marcus Pfisterer ist z. b. ein wunderbares Buch:

Ein kleiner Rabe schlüpft viel zu spät und viel zu klein aus seinem Ei. „Was will der Winzling?“ denken sich die Anderen, verspotten und hänseln ihn und verleiten ihn schließlich zu einer lebensgefährlichen Mutprobe …

Weil ich nun so lustig bin, wünsche ich Euch einen lichtvollen Tag mit rabenschwarzem Mut und Stärke!

eure mOnihex

 

"Es dreht sich das Jahr im Kreise,

und jedes Jahr werden wir wieder ein Stückchen mehr weise.

Es dreht sich Jahr nach vorne,

und doch gehen wir zurück,

mit jedem Jahr ein Stück.

Näher an die Schwelle,

drum tritt nicht auf der Stelle,

sondern tanze im Kreis und lass Bewegung in Dein Leben fließen,

dann werden die schönsten Lebensblumen sprießen.

Wirf einen Blick auf jede Knospe, jede Blüte, jede Frucht,

erspür den Weg Weg den Deine Seele sucht.

Spür hinein und bleib stets auf der Spur,

machs wie die große Lehrerin Göttin Natur.

Monika Rosenstatter


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Und nun noch zu einem Veranstaltungstipp:

Bitte hier beim Spinnenwerk anklicken... da gehts zu Annelieses Adventveranstaltung - Kunst Traum

Spinnenwerk