Scharbockskraut

 Ranunculus ficaria - Feigwurz

Dieses Kraut hat uns wohl die Frühlingsgöttin zu Füßen gelegt. Das ganze Jahr über haben sich die kleinen grünen, glänzenden Blättchen zurückgezogen. In den kleinen sehr scharfen Wurzelknöllchen wartet diese unscheinbare, oft ungeliebte Pflanze auf ihren Auftritt. Unter Sträuchern, im Rasen, auf lichten Waldböden, an Waldrändern... nahezu überall begegnet man ihr bereits im zeitigen März. Der März ist auch die perfekte Zeit um die Blätter, die wie kleine Seerosenblätter aussehen, diese für Wildkräutergerichte zu sammeln. Es ist sehr mühsam, muss man doch jedes Blättchen einzeln abzupfen. Aber das ist gut so, denn dieses an Vitamin C reiche Kraut sollte eher in kleinen Mengen genossen werden. Früher nannte man den Vitamin C Mangel: Scharbock oder Skorbut. Eine Mangelerscheinung, die gerne mal über den Winter auftaucht. Diese Kräutlein vertreibt also den"Scharbock". Am bekömmlichsten sind die Blätter frisch, unter Salate, Obstsalate, Aufstriche, Smoothies und einfach so gegessen. Zu beachten ist, dass ab der Blüte nicht mehr geerntet wird. Also nur die wenigen Wochen, oft sind es nur drei bis vier Wochen, ernten. Dann entwickelt die Pflanze Giftstoffe , die nicht bekömmlich sind. Die Blüten sind, für Hahnenfussgewächse typisch, gelb und glänzend.

Hier kommt nun die alte Regel zum Tragen: G - G - G (die drei G) Gelb, Glänzend , Giftig

Der Wurzelsaft der Knöllchen ist so scharf, dass man ihn auch auf Warzen träufeln kann, Feigwarzen, und diese zum Verschwinden kommen. Eine Alternative also zu Efeublättern. Die Knöllchen sind nicht zum Verzehr geeignet.

Ein Absud aus getrockneten, besser aus wenigen frischen Blättern kann als reinigendes Gesichtswasser verwendet werden. Auch bei Hamhorroiden sind Sitzbäder mit Scharbockskraut hilfreich. Oder Frau bereitet sich ein Mazerat aus 100 ml Jojobaöl und 18 frischen Scharbockskrautblättern. Drei Wochen an einem dunklen Ort zeihen lassen, täglich schütteln, lüften. Anschließend mit Bienenwachs aus 100 g des Öls und 10 g Bienenwachs ein wohltuende Salbe kochen. Bei Handwärme 5 Tropfen ätherisches Schafgarbenöl unterrühren, in Tiegel abfüllen, nett beschriften und dunkel lagern.