Milzkraut - Krötenkraut

 Chrysosplenium alternifolium

 

Ein altes, fast vergessenes Kräutlein. Ich entdeckte bei einer meiner Wanderungen ein fast ausgetrocknetes Bachbett. Natürlich konnte ich nicht auf dem Weg gehen, sonder wanderte im Bach. Wunderbare, von Moos bewachsenen Steine, gelegentlich Sandsteine, für unsere Gegend typisch, und überall diese kleinen, nierenförmigen Blättchen. Zuerst dachte ich noch die Gundelrebe macht hier ihre Tänze. Aber nein, das Kraut, das ich früher immer in Omas Obstgarten pflückte. Das Kraut, das keiner beachtete, nur ich. Auch Krötenkraut wurde es genannt. Ich war immer fasziniert von der kreativen Form und den gelblichen Blüten, aus denen dann zahlreiche kleine, rote, embryonenförmige Samen herausspringen. Der Erde so nah, höchstens 7 - 8 cm hoch spriest es im Frühling an feuchten Plätzen.  In diesem Bachbett wucherte das Milzkraut. Ich war so entzückt und fühlte mich wie ein kleines Kind. Es schmeckte bitter, also wieder mal was für die Leberreinigung. Aber warum Milzkraut?

Früher verwendete man es gemeinsam mit Odermenning für Lebermittel und für die Milz. Ihm wird heute kaum mehr Beachtung geschenkt. Aber ich werde für dieses Kraut wieder Initiative ergreifen. So wie man immer die Milz vergisst; wird ja gerne mal operativ entfernt, so vergaß man auch dieses nymphenhafte Mond- Saturngewächs. Die Milz transportiert die Säfte in unserem Körper, also sorgt für einen einwandfreien Energiefluss. Aber auch für den Unterleib soll dieses Kraut sehr heilsam sein. Und in diesem vergessenen, trockengelegt geglaubten Bächlein hab ich einen Ort für mich entdeckt, der uns Frauen gut tut. Schaut euch um, und auch ihr werdet Plätze finden, an denen ihr Euch wohlfühlt, Eure Frauenkräuter entdeckt und dem wahren Wesen der Pflanzen auf die Spur kommt.

Ist sie nicht zauberhaft? Diese kleine schüchterne Pflanze!

Die Oberseite der Blätter ist der einer Krötenhaut nicht unähnlich von der Haptik.

Bitte in Eigenverantwortung handeln, diese Ratschläge ersetzen keinen Arzt oder Apotheker!