Die Kräutermonate

Macht Euch auf den Weg!!

 

"Blüten ins Auge zu sehen, sich selbst ins Auge zu sehen, schafft oft eine tiefe Erkenntnis. Alles was wir dazu brauchen und uns auch nehmen sollten ist Zeit und den Mut ehrlich zu sich selbst zu sein. Blüten sind die Krönung jeder Pflanze und sie ist sonnenhaft wie das Auge. Ich habe für Dich zu einigen Pflanzen Botschaften gesucht, die Dir vielleicht im Verständnis weiterhelfen könnten. Suche auch selsbt nach Botschaften, Zeichen und  sprich mit der Natur. Du selbst bist Natur."

Monika Rosenstatter

 

 

Jänner

Im Jänner pflücke ich die erste Brunnenkresse am Haunsberg, für ein feines Schaumsüppchen, die mein Blut gleich ordentlich durchputzte. Diese wässrige Schärfe, Mond und Merkur haben sich hier vereint. Da wandert gleich vor Ort ein Blättchen in meinem Mund und ich spür so richtig das Grün, das fließende Wasser. Das Jännerwasser. Aus Brunnenkresse kann man auch ein hervorragendes Haarwasser herstellen. Im Jänner wird eine fruchtbarkeitsfördernde Haselnussblütenessenz bereitet. Unter dem Schutz der Haselfrau sammeln sich die Kräfte der Hasel im Quellwasser.

 

 

Februar

Im Februar nehm ich auch ein Stäußerl Birkenzweige mit, für die Sauna, das treibt den Scharbock aus den Knochen. Und der Amethyst in der Sauna wird auch damit verwöhnt. Mit den biegsamen, knospenden Zweigen sanft über die Haut streichen, ja den Körper sprichwörtlich abkehren. Weiß, rein, Neubeginn - Die Birke. aus Birkenhydrolat und Birkenknospentinktur stelle ich einen reinigenden Saunaufguss her. Die ersten Schneeglöckchen halten ihre Köpflein aus der kargen Erde, oder dem Schnee und winken uns hoffnungsvoll entgegen. Nicht vergessen, dass ein kleines Flascherl Schneeglöckchenblütenessenz an einem sonnigen Februartag reifen darf.

 

März

 

Im März pflück ich täglich frische Brennessel für den Tee, setze Knospentinkturen an, bereite Kräutersuppen. Jeden Tag erwacht das Leben mehr und mehr. Es grünt und blüht. Wildrkräuterlaibchen mit Vogelmiere und ersten Löwenzahnblättchen stärken unseren Körper. Gänseblümchenblüten wandern in das Blütenessenzenglas. Diese Essenz ist eine Notfallsblütenessenz und hilft uns in schwierigen Situationen die Nerven zu behalten. Wer die ersten drei Gänseblümchen in diesem Jahr nicht pflückt, sondern sich niederkniet und diese abbeist, der bleibt das ganze Jahr gesund - eine alte Volksweisheit.

April

Im April quillt mein Fotoapparat über. Jede Blüte möchte ich festhalten. Und täglich huldige ich der Gundelrebe, die unseren Wildrasen lila färbt. Sie ist eine wunderbare Begleitstaude und täglich in irgendeiner Speise als Würze zu finden. In ebenso schönen Farben zeigt sich mir das Lungenkraut. Ich nenne es"Hänsel und Gretel" wegender blauen und rosaroten Blüten. Aus diesen Blüten lässt sich eine herrliche Pulmonariablütenessenz herstellen. Sie sorgt für Rhythmus in unserem Leben, für die Ausgeglichenheit zwischen Yin und Yang.

 

Mai

 

Im Wonnemonat Mai beginnen die Frauenkräuter zu blühen. Bereits am 1. Mai sammle ich den ersten Frauenmantel für meine Frauenkosmetik. Und natürlich in diesem Monat wird wieder eine Blütenessenz meinen Schatz erweitern. Frauenmantelblütenessenz wird mich in Zukunft bei Vollmond meine "Weiberkraft" spüren lassen. Einige Gutationstropfen ergänzen die wertvolle Essenz. Und die Hollerblüten betören mich beim Gartenarbeiten, dass ich ganz wuschelig im Kopf werde.

 

 

Juni

Im Juni zupfe ich Johanniskraut und fülle meine Kräutervorräte auf. Die Johanniskrautblütenessenz schützt uns vor Unwettern und Mobbing, vor Bösem. Sie stärkt in uns die Sonne und das Lächeln des Herzens. Im Sonnwendfeuer wird der längste Tag des Jahres gehuldigt.Und beim Junivollmond durfte ich 2011 unter dem  Blutmond mit meiner Tochter im Freien schlafen.

 

Juli

Im Juli duftet das Heu, die Getreidefelder strahlen im schönsten Gelb und der Klatschmohn und die Kornblume färben die Landschaft. Das unvergleichliche Klatschmohnrot fange ich im Sirup ein. Die Klatschmohnblütenessenz hilft uns durch Zeiten des Schmerzes.

 

August

Im August ist große Erntezeit. Hafer, Kräutersamen, Blumensamen. Das Heranziehen von zweijährigen Pflanzen ist natürlich voll im Gang.  Im August leuchten die Königskerzen wie Fackeln im Garten und in der weiten Landschaft. Aus ihren Blüten quillt die Kraft der Wärme, des Feuers und der Heilung. Die quellende Gelbkraft fließt in die Blütenessenz. Trage ich sie auf meine Sonnengeflecht auf, so wird mein Körper von Licht erfüllt.

 

September

Im September wird die Wurzelkraft aus der Erde geholt. Löwenzahn, Spitzwegerich, Nelkenwurz, Beinwell, Alant, Fenchelwurzeln, ... Jedoch blühen auch Astern und Tigerlilien, und die Sonnenblumen und viele andere Herbstblüher - und Stauden. Auch finde ich noch viele Spitzwegerichblüten und diese schnappe ich mir für eine Spitzwegerichessenz. Sie begleitet mich auf Wanderungen und hilft bei kleinen Verletzungen der Haut.

 

Oktober

Im Oktober wird nach ersten Frösten Ebereschenbeeren, Sanddorn und Schlehen geerntet. Die letzten Spitzwegerichblätter, Brennnesselblätter und vereinzelte Blütchen der Malve wandern in den Kräutervorrat. Vereinzelt lassen sich sogar noch Löwenzahnblüten finden. Und aus diesen letzten Löwenköpfen mache ich leberstärkende "Löwenessenz." Die Löwenzahnessenz hilft sich auch Gehör zu verschaffen - also ideal für Lehrer, Vortragende und alle die eine Botschaft haben.

 

November

Im November legen ich den Garten schlafen. Die Blumenzwiebel finden ihre Betten in den farbigen Ecken. Schlehen und Weißdornfrüchte ernte ich und koche zu Marmelade. Und das schönste, ich lege mich in die Blätter der Bäume, die nun auf der Erde liegen. Im Sommer waren sie zu hoch oben in den Bäumen, aber jetzt kann ich mich darin wälzen. Das ist das Schönste!!!!! Erika - Heidekraut - bietet sich nun an für eine blutreinigende Blütenessenz. Erika enthält sehr viel Kieselsäure und stärkt auch unser Rückgrat.

Dezember

Im Dezember riche ich an den vielen duftenden Immergrünen. Tanne, Fichte, Kiefer, Illex, Misteln. Ich berühre die Rinde der Bäume im Wald und bewundere ihre Schönheit. Ich nasche von den Knospen der gemeinen Esche und füttere die gefiederten Freunde im Garten. Ich lausche der Wilden Jagd. Und zur Wintersonnenwende wird feierlich die Essenz aus Mistelbeeren bereitet. Im Zeichen der Wiedergeburt der Sonne. Ein kleiner Tupfer davon auf die Thymusdrüse, auf den Brustkorb, schützt vor allerlei Ungutem und lässt uns den tiefen Fall ins Licht genießen.