Knoblauchsrauke - Alliaria petiolatatiolata

Knoblauchsrauke - Alliaria petiolata

Die Knoblauchsrauke ergänzt seit vielen Jahren meine Frühlingsküche.  Sie eignet sich hervorragend für viele Speisen. Suppen, Aufstriche, einfach pur aufs Brot. Als Brotaufstrich kann auch Kokoöl verwendet werden - das schmeckt zu Bärlauch und Knoblauchsrauke sehr gut. Haben letzte Woche einige schon beim Kurs probiert.

Die Knoblauchsrauke ist ein Kreuzblütler. Alliaria petiolata. Genannt auch Lauchhederich, Lauchkraut. Es bildet momentan wunderschöne rundliche sattgrüne Blätter aus und hat den typischen feinen Knoblauchgeschmack, welcher aber nach dem Essen nicht bleibt. Also anders als Knoblauch.

Sie ist eine zweijährige Pflanze, wird bis zu 1 m hoch und wächst bis in 950 m Höhenlagen. Sie siedelt sich gerne im halbschatten, Schatten, an Böshungen und Waldrändern an und verbreitet sich  gerne durch Samen. Die schwarzen Samen sehen aus wie kleine Herzen.

Die Blätter können schon jetzt gesammelt werden, Blüten bis Mai, die einreihigen samenschoten im Juni und die Samen ab Juni, Juli. Also sie beschenkt uns reich diese Pflanze, die kaum bekannt ist und noch weniger verwendet wird. In England heißt sie Jack by the hedge und sie zählt zu den ältesten Kulturkräutern der Menschheit. Wohlbemerkt.

In der Küche:

Die Blätter und Blüten werden roh im Salat verzehrt oder in Aufstrichen - so behalten sie ihren typischen Geschmack. In der Suppe werden sie erst ganz am schluss vor dem servieren beigegeben.

Die Schoten können kurz gedünstet werden und in Butter geschwenkt. Die Samen dienen als Drüberstreuer.

Das ist das gute Stück! Knoblauchsrauke