Aus Frau Holle‘s Rezeptekiste

Da  der Holunder die Apotheke des Bauern ist, ebenso die Apotheke der Häuslleut will ich Dir einfach einige Rezepte ans Herz legen. Aber natürlich ist das Probieren und selbst Studieren von großem Wert. Frau Holle, in unseren Alpen verkörpert durch die Frau Percht,  hält uns dazu an, selbst ins Tun zu kommen. Sei es in der Küche oder in der Rührküche, in der Natur oder im Lebensgarten.

Salbenkochung

Die Salbenherstellung (Fettsalbe ohne Wasseranteil) ist leicht zu erlernen. Natürlich gibt es immer wieder gewisse Kunstgriffe, die die Salbe noch ausgeklügelter werden lassen. Zur Herstellung von einfachen Fettsalben genügen oft Schweineschmalz, Butter (GHEE – Ayurveda) Kokosfett oder Sheabutter. Ghee benötigt keine Zugabe eines Wachses oder konsistenzgebenden Butter. Maibutter sollte angeblich die heilkräftigste Butter sein. Einige pflanzliche, fette Öle und ätherische Öle. Natürlich können in den Fetten auch frische od. getrocknete Kräuter ausgezogen werden. Wichtig ist es, auf einwandfrei biologische Herkunft der Ausgangsmaterialien zu achten.

Die grünen oder auch getrockneten Kräuter ziehe ich drei Tage lang im Fett aus. Das heißt ich gebe das Kräuteröl in ein Glas, stelle es ins Wasserbad und immer wenn ich zu Hause bin,  erwärme ich dies. Regelmäßig umrühren und über Nacht wieder ausschalten und ziehen lassen. Ich rühre mit einem Holzstab um, das ist mir sympathischer als Metall. Natürlich können dabei Hexensprücherl oder Mantren gesprochen werden um die energetische Wirkung zu erhöhen.

Nach drei Tagen mache ich die Salbe fertig. Entweder ich mische sie mit Bienenwachs, Sheabutter oder Kokosfett. Sheabutter sollte allerdings nie über 40 Grad erhitzt werden, da sie sonst klumpt und die pflegenden Inhaltsstoffe zerstört werden.  Die Kräuter werden abgefiltert, ausgedrückt und nun z. B. das Wachs im Öl geschmolzen. In kleine Doserl füllen, auskühlen lassen und verschließen.

PS: Wird einer Salbe außer Wachs noch Fett (Shea oder Kokos,…) beigefügt nennt man dies Balsam.

Salbengrundrezept nach Hexenart:

100 g Olivenöl oder auch ein bereits fertiges Kräutermazerat (Ehrenpreis bei juckender und trockener Haut)

1 Faust Kräuter, Hollerblüten, Hollerblätter oder auch Hollerbast oder Hollermark

10 g Bienenwachs

Zum Schluss können einige Tropfen Rotwein oder ein Hauch Honig beigefügt werden. Nach vielem Probieren entwickelt jeder so seine Eigenheiten in der Salbenkochung. Das sind dann die wahren Hexenküchengeheimnisse.