Tiere in meinem Garten

Ohne die lieben tierischen Bewohner, Besucher, Wühler, Schlängler, Quaker und Flatterer möchte ich wohl nicht mehr sein. In den letzten Jahren entwickelte sich unserer grüne oase zu einem unvergleichlichen Tierreich. Manche mag das erschrecken, betreten sie die lebendige Gartenwelt. Aber meine Familie und ich leben in Einklang mit all diesen Wesen. 


Also da tummelt sich so einiges. Blindschleichen,

Igel, Weinspinner,

Schwalbenschwanz, Bläuling, Dohle,

Eichelhäher, Kröten, Frösche, Zauneidechsen,

Katzen, Schildkröten, Hasen und Meerschweinchen,

Krähen, Blaumeisen, Libellen, Kohlmeisen,

Grünlinge, Spatzen, Eichhörnchen,.....

Über jeden Besuch oder Zuwanderer freu ich mich.

 Versuch ihn so wenig wie möglich zu stören.

 

Amselbaby mit zwei Müttern...

Tja unser Hollerbusch ist immer für Überraschungen bereit. Erstens hängt da eh schon so viel drinnen. Von Herzen und Lichtern und Besen angefangen, da kommts auf ein Körbchen mit Vogerl auch nciht mehr drauf an. Helena hat miterlebt wie eine kleine Amsel aus dem Nest fiel. Also baute sie diesem Vogerl nun ein neues Nest. Und hängte es in den Hollerbusch. Es dauerte eingige Zeit, aber schnell fraß ihr der Vogel aus der Hand und trank Wasser aus einer Spritze. Der Muttervogel krakelte herum und machte sich große Sorgen. Ganz aufgergt flog Muttervogel hin und her, bis sie kapierte, dass Helena ihr Kind ja eh fütterte. Schließlich fütterten beide, Helena und die Vogelmutter den Kleinen. Was allerdings ein Problem war, immer wenn Futter kam von der Mutter, war der Vogel so aufgeregt, dass er dauern aus dem Korbnest fiel. Es war schön zu beobachten, wie zwei Mütter sich um den Kleinen kümmern. Aber ja, wahrscheinlich ist er halt doch zu oft aus dem Nest geflogen und so starb er dann. Helena begrub ihn. Sie hatte aber eine neue Erfahrung gemacht, und ich sah es ihr an... sie war einfach rührend glücklich dabei.

 

Biene Maja...

"Wenn man winzig genug wäre, einer Biene in ihren Stock zu folgen, dann müsste man

sich zuallererst einmal an vollständige Dunkelheit gewöhnen...."

aus "Die Bienenhüterin" von Sue Monk Kidd

 

Heuer tummeln sich so viele Bienen in unserem Garten, dass es oft nur noch so summt. Die Biene ist so ein fleißiges Wesen, schenkt uns ihr Wachs, ihren Honig, ihre Medizin. Selbstlos fliegt sie von Blume zu Blume und sammelt und bestäubt. Und als ich dann noch das Buch "Die Biene Maja und ihre Abenteuer" von Waldemar Bonsels in die Hände bekam, war ich wie gefesselt. 1912 verwandelte Waldemar Bonsels gekonnt philosophische Gedanken in Poesie und ließ so eine Bienenwelt entstehen, in der natur und Träume wahr werden. Halte ich dieses Buch mit seinen lieblichen Illustrationen in der Hand, so versinke ich  und die Tränen beginnen zu fließen. Ja, es ist ein Kinderbuch, aber ist nicht oft das Einfachste das Schönste?

 

Hahn

Dieser Hahn trat sehr plötzlich in mein Leben.  Als Zaubervogel ist er mir zugeflogen und nun sehe ich ihn an als mein Krafttier. Begleitete mich in den letzten Jahren die Ringelnatter und der Habicht, so will heur wohl heuer der Hahn meine Aufmerksamtkeit auf sich ziehen. Es ist schon eigentümlich, wenn eines morgens ein Tier im Gartens sitzt und dich förmlich auffordert: Da bin ich. Nimm mich in Deine Obhut. Ich will bei Dir sein!

So war es auch. Ich bin hingegangen, habe ihn aufgehoben und nun wohnt er bei uns. Zuerst wartete ich darauf, dass sich ein Besitzer meldet, aber nach tagelangem Telefonieren und Suchen, fand sich keiner, dem dieses Prachtstück fehlte. Nun taufte ich ihn, weil er so prächtig und kunstvoll gefedert ist, Picasso. Ein guter Name für einen stolzen Hahn. Mit seinem Krähen verabschiedet ein Hahn die Nacht und begrüßt den Tag. Den Sonnenfunken. Er ist seit jeher ein Zeichen für das täglich aufgehende Licht und auch für den Lebensfunken, für Freude und Begeisterung.

Die Hähne waren früher Opfertiere der Germanen und Kelten. Hähne und Hennen sind Tiere die für Ausdauer und Geduld stehen. Ganz langsam picken sie sich vorwärts, suchen Körnchen für Körnchen zusammen. Sie sind sehr fühlig. Sie spüren die Energien der Erde und Menschen mit Hennen- und Hahnenergien sind Bauchmenschen. Sie empfinden eine Empathie für die Erde und zeigen dem Menschen die Geühlswelt. Sie lieben uch Wasser und Freiheit. Und wenn man glaubt diese Menschen brauchen die Gesellschaft und die Geselligkeit, so wie die Hennen, dann kann es im anderen Moment ganz anders ein. Plötzlicher Rückzug ist angesagt und Ruhe. Ruhe um die Gedanken zu überdenken. Der Hahn steht auch für das Überdenken von negativen Gedanken und Handlungen. Er sollte den Menschen seit jeher darauf aufmerksam machen, dass Gedanken das Leben sehr stark beeinflussen. Denkt man negativ, so wird auch die ganze Lebenshaltung, der Alltag, ... negativ sein. Denkt man positiv, ist man fröhlich, steckt frau ihre Grenezen bewusst ab,... so wird das Leben bunter, heiterer und positiver.  Und das merke ich auch bei mir sehr stark. Ich habe viel gelernt und ich weiß das Wichtigste ist trotzdem - Rein und ordentlich, achtsam und liebevoll Denken zu lernen.  Täglich daran arbeiten. Aber damit ist nicht gemeint, alles mit dem Verstand zu machen. Nein. Zuerst überprüfen, was wir denken. Dann aber das Bauchgefühl walten lassen. Und das Ganze in Kombi macht eine wahre Hexe aus.......

Botschaft: "Finde den Lebensfunken, der dich und deine Originalität ausmacht."

 

 

 

Habicht

Ein Habicht im Garten ist grandios. Zuerst musste ich nur staunen, dann schnell um den Fotoapparat laufen, und dann noch ein gutes Foto schießen. Da hat sich also wieder mal ein ganz schöner Vogel ins Reich der Waldfrau verirrt. Wahrscheinlich habe ich ihn im Winter vernachläsigt, weiß ich doch wo sein Nest ist, und er mir im Sommer bei Aufwind seine Flugkunststücke vorführt. Das ägyptische Horusauge ist der Gattung des Falken, zu der auch der Habicht zählt zugeordnet.

Die Botschaft: "Gehe Deine Wege, Menschenkind. Folge dem inneren Weg. "

Ab und zu schüttle ich selber den Kopf, weil ich förmlich diese Tiere anziehe.

 

Feuersalamander

Wenn im Oktober die Nebel schleichen und ich meine Kreise ziehe, so kriechen langsam und gruselig, aber unübersehbar die Feuersalamander aus der Erde. Es passiert jedes Jahr um die gleiche Jahreszeit, man könnte sagen fast zur selben Stunde, und auch immer herrscht die gleichen Witterung. Eine deutliche Signatur. Der feurige Salamander, eine Amphibienart, ist zwar sehr tief seit Urzeiten mit dem Element Wasser verbunden, jedoch scheidet er Beirührung oder Bedrohung ein milchiges Sekret (Mondhaft) aus, das brennt. ja und brennen tut bekanntlich das Feuer. So wie seine Farben schwarz und gelb auch wieder deutlich die Verbindung zwischen dem Dunkel der Erde (lunar) und dem solaren, sonnigen Sonnenlicht signalisieren. Und wer noch mehr hineinfühlt, wird erkennen, zu welcher Zeit sich  im Jahr dieses geheimnisvolle Tier dem menschen zeigt, sich aus des Wassers Tiefen wagt. Im Übergang vom Sommer (Feuer - Gelb) auf den Herbst (Erde - Wasser - Dunkelheit). Es sind oft nur wenige Tage an denen exakt diese Qualität vorherrscht. Der Sommer gleitet durch die Nebel in den Herbst. Und eins kann ich auch bestätigen, wer nicht aufpasst und zu sehr dem Feuersalamnder verfällt der bekommt Fieber. Ich spürte so richtig, wie der Feuersalamander mich am "Schlawittchen " nahm. Aber dieses Fieber ist gut. Es kocht nochmals die inneren Körpersäfte und bereitet so auf die kühle Jahreszeit vor. Ja, oft dauert es lange, bis man wirklich mit dem Herzen solche Erlebnisse versteht. Ich kann nur sagen, bereits als Kind war ich sehr von diesem "Regenmandl" wie der Feuersalamdner auch genannt wird angetan. Ich trug sie nach Hause, legte sie meiner Mutter vor die Füße. Einen Hautauschlag trug ich nie davon. Ich kann nun aber diese feurig-wässrige Anziehungskraft deuten. Ich bin Widder und im AC Krebs. Also Feuer und Wasser.

Botschaft: "Feuer und Wasser sind sich nicht fremd. Schöpfe Kraft aus der Einheit dieser Elemente. Männlich und Weibliche Kraft vereinen sich."

 

 

Ringelnatter beehrt uns....

Nun da hab ich doch extra einen kleinen Frosch- und Krötenaufzuchtteich im Frühling gegraben und siehe da, der gefällt noch jemandem. Zur Mittagsstunde, wenn die Sonne am höchsten steht, sonnt sich am kleinen Ufer eine Ringelnatter. Wie eine Uhr. Sie ist sehr scheu, bei der kleinsten Erschütterung huscht sie ab ins Wasser und gleitet davon. Ein herrlicher Anblick. Sie dürfte noch ein recht junges tier sein, ich hoffe bald ein Foto zu ergattern. Die Ringelnatter ist bekanntlich die Beschützerin von Kindern.Sie gehörte früher zu den guten und gern gesehenen Hausgeistern. In den grimmschen "Märchen von der Unke" wird von einem Kind erzählt, das seine in Milch getauchten Brotstücke mit einer Unke teilt. Das Kind schlägt die Schlange mit dem Löffelchen, und die Mutter erschlägt schließlich die Schlange. Bald darauf kümmert das Kind dahin und stirbt.

Unter der Unke verstand man meistens die ringelnatter, vor allem in Schlesien. Da ich besonders zu Schlesien eine tiefe Verbindung habe, ist es mir eine große Freude diesen guten Hausgeist, auch Hausotter genannt, im Garten ein Zuhause geben zu können. Sie ist tief verbunden mit dem Toten- und Ahnenglauben. Seit einigen jahrhunderten werden Schlangen in der Menschennähe seltener, oft verstand man unter Unke auch die Kröte. Unke - althochdeutsch unc - Schlange; germanisch - unkvi - Unke; lateinisch anguis - Schlange.

Botschaft: "Schutz und Weisheit der Erde kommen zu dir. Vertraue darauf."

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Krötenhochzeit

Vor meinen Augen konnte ich das Naturschauspiel bewundern. Zwei Kröten bei der Eiablage. Die Kröte war schon immer ein altes Heilsymbol und wurde der Gebärmutter zugeorndet. Ich bin sehr glücklich diese Tiere in meinem Garten begrüßen zu dürfen, sind sie ja anscheinend sehr wählerisch mit der Wohnungssuche. In dunklen, feuchten Höhlen führen sie ihr Leben.  Diese wunderbaren Amphibien legten über Stunden ihren Laich im Teich ab. Sie haben Fäden durch die Schilfhalme gesponnen. Ich konnte inzwischen fünf davon zählen. Sie sind nicht mal scheu, nein sie bewegen sich, als ob ich nicht da wäre.

Botschaft: "Betrachte nicht die Äußere Erscheinung. Richte den Blick nach Innen und nutze die Kraft der Schöpfung."

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Sonnenhungrige Zauneidechse

Zauneidechse auf den Tuffsteinen - Sonnenbad

Botschaft: "Anpassung und Flexibilität - Pflücke den TAG."

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Schmetterling - Transformation

Ich überlasse  schon mal die eine oder andere wertvolle Pflanze

den Raupen des Schwalbenschwanzschmetterlings.

Ich werde ja dafür mit dem Schlüpfen dieses herrlichen

Tieres belohnt.

Am liebsten frisst

 seine Raupe meine

Liebstöckelpflanze (Levisticum). Sie wuchert

trotzdem jedes Jahr aufs Neue.

Sie sind  eine Art Symbiose eingegangen. 

Das ist die Raupe des Schalbenschwanzfalters. Jedes Jahr warte ich schon im Mai darauf, und allein schon wenn ich daran denke, rufe ich ihn herbei. Und immer wieder klappts. Das war wirklich ein Erlebnis, als ich realisierte, wie gut weibliche Intuition funktioniert. Ich machte mit einer lieben Freundin eine Gartenrunde. Erklärte und zeigte ihr die Pflanzen und Kräuter, und natürlich auch das Liebstöckel, das ja mit den Jahren zu einer unübersehbar stattlichen Gestalt herangereift ist. Natürlich erwähnte ich, dass da immer die Raupen des Schwalbenschwanzes kommen und diese  Pflanze nicht angerührt wird, bis die Falter geschlüft sind. Ja und in genau diesem Moment, als ich ihr die Geschichte erzählte, fiel mir die Farbpracht ins Auge. Und ich sagte nur verblüfft: "Ja, hab ich doch gesagt, da sind die Raupen!" Herbeigerufen! Versteht ihr was ich meine? 

 

Und genauso hab ich es dann mit dem geschlüpften Falter probiert. Natürlich ist es ein Zufall diese Pracht dann auch wirklich zu Gesicht zu bekommen. An einem wunderschönen Juniabend, kurz vor einem Kräutersammelkurs, schwamm ich nochmals eine Runde im Teich, um mich zu sammeln. Vor jedem Kurs versuch ich in mich zu gehen, die Kräfte zu sammeln um den Menschen davon dann zu geben. Ich wünschte mir schon wieder einige Zeit, dem Schwalbenschwanz zu begegnen. Und da blickte ich ins Wasser und durch die laue Abendluft kam er mir entgegen. Der Schwalbenschwanz in seiner ganzen Pracht. So hatte ich die Freiheit, die Farben der Natur und die ganze Schönheit für diesen kurzen Moment, in dem ich ihn bewundern und sehen konnte, in meinem Herzen für die schöne Zeit, die ich mit den Menschen die zu mir kommen verbringe,  empfangen.

Solche Begegnungen berühren das Herz! Die Kräuter, Pflanzen und Bäume lehren mich und die Tiere bewegen mich!

Botschaft: "Verwandlung erfordert Mut"

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Wasserjungfer - Auflösung von Illusion

Die Libellen (Odonata) gehören zu den Flugkünstlern. Eine Flügelspannweite bis zu 110 mm und Maximalgeschwinigkeiten bis zu 50 km/h sind für dieses zarte Tier bezeichnend. Aus wissenschaftlicher Sicht. Betrachtet man ihre wunderbaren Namen so weiß ich, da steckt wohl mehr dahinter. Sie werden als Wasserjugnfern bezeichnet, und die Prachtlibellen weisen Namen auf, wie: Flussjungfer, Blaugrüne Mosaikjungfer, Moorjungfer, Azurjungfer,... Sie sind ein Symbol für den Wandel, schlüpfen sie ja aus einer nicht so attraktiven Larve. Die Larve deutet wirklich nicht darauf hin, dass soviel Schönheit in ihr steckt. Jahre können vergehen, bis aus der Larve die Libelle schlüpft, also auch ein Symbol für langes Leben, in dem aber oft so manche Verwandlung vollzogen wird. Die Kraft des Lichts lässt sie dann schlüfen und und nur mehr die durchsichtige Hülle bleibt an den Wassergräsern zurück und erinnert an das was einmal war. Magie, Illusion, Wandlung. Schillernd, wendig und räuberisch fliegt sie durch die Welt und bezaubert uns. Seht mal durch die Flügel hindurch und seht die Farben, Farben die man so nicht kennt.

Botschaft: "Die Illusion löst sich auf und die Farben des Regenbogens werden zuteil."

 

Libelle - ein Schnellflugkünstler

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Was wäre ein Garten ohne Tiere und ohne Unkraut? Ich sag, auf jeden Fall kein gesunder Garten? Alles muss leben und sich regen, dann gefällts mir am Besten!

 

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 Nachtfalter

Meine Beifusspflanze is sehr beliebt bei den Flattertieren.

Botschaft: "Carpe noctem!!! - Nutze die Nacht!!"

 

 

 

Schneckengeflüster

Die gute Weinbergschnecke - sie lehrt uns die Langsamkeit. Schneckenkorn bekommt sie nicht nicht als Futter. Frau redet ja mit den Schnecken, und so haben wir uns auch gut arrangiert. Probierts mal aus. Schneckenflüstern funktioniert. Aber immer und immer wieder, muss man ihnen sagen, was, welcher Platz im Garten für sie bestimmt ist. Ja, und schön ruhig dabei bleiben, das macht sie sonst nervös, wnn sie merken, dass sie wieder mal am falschen Ort gefressen haben.

Botschaft: "Ich weiß wohin ich mich zurückziehe. Ich bin stark und selbstbewusst."

 

 

Igel Xaxana

Unser Igel "Xaxana" hat sein Revier in der Hainbuchenhecke. Ich kann nicht mal genau sagen, wie viele Igel, Igelfamilien unser Garten beherbergt, aber es sind einige.

Botschaft: "Das Leben ist Fügung!"