Dornige Hauhechel - Ononis Spinosa

 

 

Dornige Hauhechel - Ononis Spinosa

 

Weiberkrieg!! Nicht erschrecken, ich habe keinen Weiberkrieg... ich habe nur das Kraut gefunden, welches diesen eigenartgien Namen trägt. Die Dornige Hauhechel ist ein gefürchtetes Ackerunkraut. Gestern war ja ein äußerst imposanter Hexenforschungstag und eigentlich wollte ich direkt in das Büro fahren morgens, doch das Auto sagte anders und so folgte ich, frei nach Art der dynamischen 5, der Intuition. Es entführte mich ins oberösterreichische Land und da stand ich plötzlich vor einem Getreidefeld, durchdrungen von Hauhechel und gesäumt von Eisenkraut. Wow. Da ich mit der Hauhechel heuer ja schon länger liebäugle, war ich besonders von der blühenden Pracht entzückt. Bei mir im Garten blüht sie noch nicht. Tja, ihre Dornen fügen sehr schmerzhafte und schlechtheilende Wunden zu, das beachte die Kräuterfrau an vorderster Stelle. Ich im Bürooutfit natürlich nichts an Werkzeugen mit und auch noch so Tussischuhe.. halleluja... ein wahrer Weiberkrieg in mir also... Bei der Hauhechel verwendet man vorwiegend die Wurzel. So musste ich also ein gutes und ernstes Wort mit dieser stattlichen Pflanze reden und siehe da, sogar die Wurzel lies sich von bloßer Hand lösen. Welch ein Fund am frühen Morgen. Freude groß! Stolz trug ich dieses Kraut nach Hause und die Forschung ist nun am Laufen. Diese Pflanze - Ononis Spinosa ist in der Volkdheilkunde ein bekanntes Kraut bei Blasen- und Harnwegsinfekten. Und wer kann mehr ein Lied davon singen, als die Weiberleut. Ein Krieg mit der Blase sozusagen. Die Blase ist stets ein Sprachorgan für unsere Seele... Für: Was will ich festhalten? Wofür schaffe ich mir Behälter um es zu behalten? Wie markiere ich mein Revier? Welche Blasen schaffe ich mir... Illusionsblasen? und viels mehr... Die Blase ist das Organ der Frau für unausgesprochene Seelenbotschaften.

Nun gut die Wurzel wird nun zu Tinktur verarbeitet, das Kraut für Tee getrocknet und wenn dann meine Pflanze im garten blüht, werde ich eine Blütenessenz erschaffen.

Die Hauhechel reicht bis in die Zeit der Römer zurück, also wirklich eine Pflanze die den Menschen begleitete. In der Materia Medica ebenso beschrieben wie bei Theophrast. Neben der Lidnerung von Blasenbeschwerden wird ihr auch wandlende Kraft bei Rheuma und Gicht udn auch bei Zahnschmerzen nachgesagt. jedoch sollte sie nie von Menschen verwendet werden, deren Herz geschwächt ist oder Niereninsuffizienz angezeigt ist. Folglich bei Wasseranssammlungen nicht verwenden!

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Das Kraut wird ja sogar Seichkraut oder Harnkraut genannt. auch hier erkennen wir im Namen die Wirkung auf die Blase. Vor allem der Inhaltstoff Spinonin wirkt antibakteriell, wie man sagt, und darauf beruhen anscheinend manche Blasenprobleme... Tja. Der Kampf mit den Bakterien... das ist eine Sache... mal sehen ob sich auch diese Illusion bald mal lichtet.

Aber nochmals zurück zur Sprache der Pflanze:

Weiberkrieg und hauhechel. Da die Hauhechel ein gefürchtetes Ackerunkraut war, heute wegen Überdüngung zurückgedrängt, wurde es vor allem von Frauen gejätet. Ihre Röcke verfingen sich in den Dornen, die Finger zerstochen und die tief in die Erde reichenden Pfahlwurzeln machten dem Bauern Angst, weil sie die Pflüge zerstörten. Ja die Wurzeln sind wei Stahlseile in der Erde verankert. Stellt Euch also mal mich gestern vor, wie ich werkte um diese Dinger rauszubekommen. Mit blosser Hand. Aber das macht etwas mit einem. Ich erkannte die Kraft, die in dieser zartrosa blühenden Pflanze steckt. die teife Verwurzelung, die Dornen, zuerst nicht sich zu erkennen gebend, bis man sie spürt. Sie sind in der Pflanze hinter Blüten und Blättern irgendwie eingewoben, meist geben sich die Dornen erst im älteren Stadium des Wachstums zu erkennen. auch der Duft ist sehr eigen. Fast erinnert sie an Rosen. Die zarte Blüte, die lange Pffahlwurzel und die Dornen. ja die Hauhechel hat nämlich echt Dornen. Die Rose trägt Stacheln. Die Hauhechel hat dermaßen geheimnisvolle Inhaltstoffe, wie seltenes Spinonin, Medicarpin und kleine Mengen eines ätherischen Öles mit Trans-anethol, Carvon und Menthol - daher auch der eigenartige Geruch! Auch Carvon wirkt keimhemmend, wie das Spinonin. Übersetzt man nun dies auf die Erscheinung der Pflanze: Freiwillig durchbricht man diese dornigen gewächse nicht! Sprich die Inhaltsstoffe zeigen sich in der Form, der Materie. Und das gilt es zu erkennen. so wie die Pflanze eigentlich das Getreide vor Keimen udn Bakterien schützt, schützen ihre Inhaltsstoffe, ihre Pflanzenkräfte auch usneren Körper vor Übergriffen die nicht erwünscht sind. Sie schützen unser Revier und in Fall der Frauen die Blase. Das Revier einer Frau, welches oft über viele Generation missbraucht wurde, der Unterleib. Im Unterleib speichern wir Frauen viele Eindrücke und Erlebnisse und Erfahrungen. Nehmnt die Hauhechel und verbindet Euch mit dieser schützenden Kraft. Es muss nicht mal innerlich genommen werden, geht anders auf die Pflanze zu. Hört ihre Botschaft! Auch das Auftreten von Feigwarzen, ein karzinogenes Virus, zählt zu den schattenseiten udn unterdrückten Geschichten die wir in uns tragen. Tabernaemontanus schrieb: treibet die verborgenen Feigwarzen heraus und heylet sie.

Ja, dies zur Pflanze, welche mein Hexenleben gestern verfeinerte und auf meine alte Seelenspur hinwies.

Geht ihr Frauen und sucht sie wieder Eure Heilpflanzen, Eure Verbündeten und Botschafterinnen Eurer Seel!