Fichte - Picea - Kieferngewächs

Die Fichte ist in unserer Zeit in Monokulturen anzutreffen. Es wird als schlecht empfunden, doch  ist das ganz anders. Sie heilt große Flächen unser Mutter Erde.

 

Hat die Fichte mit ihren Harzen und Nadeln und flachen Wurzeln die Erde geheilt, so lässt sie los. Ein Sturm entwurzelt sie und neuer gesunder Mischwald bringt neues Leben. Oft im Untergehölz eines Fichtenwaldes ist das Ruprechtskraut anzutreffen. Auch dieses kleine, mächtige Heilkraut. auch stinkender Storchschnabel genannt, reinigt und vertreibt Seuchen, Tod und Streit. Man bedenke, die Fichtenmonokulturen entwickelten sich sehr stark in der Nachkriegszeit. Sie hatte nun fast hundert Jahre um die Wunden zu heilen. Nun ist es Zeit für die Fichte wieder Platz zu machen für Neues. Das Fichtenharz wird auch Waldweihrauch genannt. Ich sammle es gerne - das Faulpech. Am besten bei Frost, so lässt es sich besser sammeln.  Nicht gleich verräuchern - Geduld - einige Jahre trocknen. Dann den herrlichen Duft geniessen und wirken lassen.

 

 

Die frühlingsgrünen Fichtenwipfel können von Ende April bis Mai - Juni gepflückt werden. Bitte geht von Baum zu Baum und sammelt immer nur wenige Wipferl von einem baum, damit er nicht zu sehr geschwächt wird. Die Wipferl können zu sirup verkocht werden, dienen frisch aufgebrüht als herrlich reinigender Tee, auch bei Erkältungen, oder werden zu Salz verarbeitet. Oder auch mit Zucker zu Wipferlzucker. Eine liebe Freundin hat DREIWIPFERLZUCKER gemacht. Tanne, Lärche und Fichte. Dieser Zucker schmeckt sehr gut in frisches Schlagobers gerührt. Zum Sonntagskuchen.

Getrocknete Fichtenwipferl sollte man immer einige vorrätig haben, denn bei Erkältungen sind sie einfach eine sehr große Hilfe. Sei es als Bad oder als Tee. Auch nach Krankheiten, wenn das Menschenkind einfach nicht auf die Füße kommt, so hilft die Fichte, sich wieder aufzurichten. Übrigens, die Indianer sagen, unter einer Fichte darf auch ein Mann weinen.

 

      

 Was ist das?

In einer sehr alten Fichte, ganz unten am Stamm quollen Massen von Fichtenharz. Die neugierigen Ameisen wollten wohl naschen. Was ihnen zum Verhängnis wurde. Nie mehr kamen sie von dem klebrigen Zauberbrei los. Und wenn sie nicht losgekommen sind, dann kleben sie noch immer. Hab ich auf einem meiner spekatakulären Waldspaziergänge entdeckt. Man merkt, der Winter hält soviel für uns zu erleben bereit - macht euch auf die Socken.

 Fichtenpech - Waldweihrauch

Wunderbare Tränen der Götter oder auch Baumtränen genannt, schenkt uns dieser Fichtenstamm.