Herbst Tag- und Nachtgleiche

 Erntedank - Mabon

 21. - 23. September

Dankbar für die reiche Ernte. Die Qittenernte duftet und ist für mich die letzte Station in meinem Garten. Wenn die Birnenquitte eingearbeitet ist, darf ich ruhen. Der Garten wird schlafen gelegt. Die letzten Blüten von Astern, Chrysanthemen, Erika, Rosen zieren die Gärten und ziehen meinen auf sich. Versinken in den Farben und Düften der Früchte.

O Herbst, beladen von Frucht, befleckt mit des Weinstockes Blut,

nicht vorbei an mir zieh,

nein, bleib' unter meinem schäbigen Dach und rast'

und lass' Deine Stimme erschall'n zu meiner fröhlichen Flöt',

Des Jahres Töchter all', die sollen uns tanzen dazu!

Sing nun Deinen fröhlichen Sang von Blumen und Frucht!

William Blake, "To Autumn"

In den Dörfern werden prächtige Erntekronen geschaffen. Die Ernte ist die Krönung. Die Samen die im Frühling gesät wurden, durften heranwachsen. Der Mensch pflegte und kultivierte, und mit Gottes Segen und Mutters Nahrung wurde der Same zur Reife gebracht.

Dankbarkeit sollten wir nie verlernen. Im Herbst färben Früchte und Blätter die Landschaft. Rot, Gelb, Orange, Ocker, Braun, .... die Farben der Erde. Wir ernten, was wir gesät haben.

Frau Hollerin schenkt uns Trauben, Beeren und bunte Früchte um ihren Trunk zu kochen. Jede Frau sollte Hollerintrunk kochen können. Der Trank aus dem Saft roter Früchte bereitet uns auf den Winter und die kalte Jahreszeit vor. Die gebende Kraft der roten Mutter und Frau Holle wird uns zuteil.

Der erste Frost im Oktober kündigt dem Menschen an, dass die Erde ihre Poren schließt und es Zeit wird, sich zurückzuziehen. tiere schon fast fertig mit den Vorbereitungen für den Winterschlaf. Igel machen sich es sich im Laub gemütlich und hasen bekommen ihr Winterfell.

Sonnenfest im 8-speichigen Jahresrad