Das Feuer der Pflanzen

Ätherische Öle

Die Feuerkraft der Pflanze schreibt sich im ätherischen Öl ein. Farbe und Ausdruck des Feuers finden wir in den ätherischen Ölen, welche gerade eine Renaissance erleben.

Ich weiß noch gut, ich war 20 Jahre alt und erwartete unser erstes Kind. Zu diesem Zeitpunkt machte ich intensiv mit den Pflanzenölen Bekanntschaft. FetteÖle, aber auch ätherische Öle.

Einige der Öle, das erste war Vetiveröl, begleiten mich bis heute. Meine Kosmetik wird erst reich und rund und vollkommen mit der Zugabe von diesen Pflanzenkräften.

Unsere Kinder wuchsen mit den Düften der Natur auf.

So wie jeder Mensch duftet, so duftet auch jede Pflanze, jeder Baum. Im Duft erkennen wir eine starke Signatur der Pflanzenwelt.

Paracelsus schrieb:

„Die Natur zeichnet jegliches Gewächs, das von ihr ausgeht, zu dem, wozu es gut ist. An dem Zeichen muß man erkennen, welche Tugenden in ihm sind. Alle Kräfte, die in den natürlichen Dingen sind, werden durch die Zeichen erkannt. Die Natur läßt nichts von ihr gehen, ohne das zu bezeichnen was in ihm ist. Ihr seht das Beispiel an den Menschen, die euch nicht fehlanzeigen, was für ein Herz in ihnen genaturt ist. Und es ist nichts so Geheimes im Menschen, das nicht ein auswendiges Zeichen an sich hätte. Denn aus dem Signato wird der Grund gefunden, und nichts wird in den Dingen so geheim sein, daß es nicht hervorgebracht werde. Signatura ist Scientia, durch die alle verborgenen Dinge gefunden werden. Und ohne die Kunst geschieht nichts Gründliches, es hat alles ein Loch. Sonst wird kein Geheimnis der Natur mit sicherer Probe und rechtem Wesen gefunden werden.“

 

Fichtennadelöl

Piceae aetheroleum

Schließt man die Augen und visualiert man einen Nadelwald, dann steigt augenblicklich der Nadelduft in die Nase. Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche, Zirbe verleiten zu bewusstem Einatmen. Als ob die Lunge es wüsste, dass sie einen tieferen Atemzug nehmen müsste, wenn die „Luftbäume“ ihre ätherischen Öle verströmen. Die Fichte schenkt uns ein würzig duftendes ätherisches Öl. Das Öl wird aus Nadeln und Zweigspitzen gewonnen. Was macht dieses Waldöl mit uns? Einerseits sticht die Fichte, und verhilft so lethargischen, niedergeschalgenen Menschen auf die Beine. Stellst Du Dir aber eine alte große Fichte, die viel Raum mit ihren langen Wedeln einnimmt vor, so beruhigt dieses Bild. Die Fichte öffnet das Herz und verbindet sich mit den Urinstinkten des Menschen. Wie Antennen erscheinen die Fichten in der Landschaft, kommt jedoch ein Sturm, so sind sie rasch entwurzelt, weil sie nur oberflächlich ihr Wurzelnetz ausbreiten. Die Fichte ist ein gelassener Baum. Fichtenöl schafft Raum und Luft in hektischen Zeiten. Stelle in das Zentrum Deiner Wohnung die Duftlampe auf und träufle Fichtenöl auf das Wasser. Die Fichte pflegt die Mitte Deiner Wohnung und so auch Dein Herz. Von der Mitte aus, ganz so wie die Fichte wächst, verteilt sich auch die Energie im Bestfall in Deiner Wohnung, in Deinem Haus. Deshalb pflege stets deinen Lebensmittelpunkt. Nimm Deinen Raum ein.


Vetiveröl

Vetiveria zizanoides

Ätherisches Vetiveröl (Vetiveria zizanoides) nimmt in der Reihe der Frauenöle eine wichtige Position ein. Es wirkt ausgleichend in den Wechseljahren, lässt den neuen Lebensabschnitt leichter annehmen. Es besitzt eine stark joviale Energie und lässt uns über Alltägliches hinauswachsen. In den Wechseljahren Frauen nicht selten vor dem Problem, dass der Alltag sich verändert. Die Kinder sind aus dem Haus, Arbeitsumfeld und Körper verändern sich merklich. Hier gilt es sich wieder selbst anzunehmen, das Neue anzunehmen. Es unterstützt aber auch die Annahme der eigenen Sexualität, welche von vielen Frauen nicht richtig er- und gelebt werden kann. In diesem Lebensabschnitt richten viele den Blick auf den Sinn des Lebens, können ihn aber nicht recht erkennen. Das Öl aus den Graswurzeln stärkt das Nervenköstüm der Frau und auch die Venen.  Der erdige Geruch kann förmlich fesseln und lässt die starke Erdkraft erahnen. Die Verbindung  zur Urkraft wird gepflegt. Denke daran, dass die Wurzeln der Vetiverpflanze bis zu 3 m Tiefe in das Erdreich vordringen. Eine starker Impuls des Verwurzeltseins wird vermittelt. Gute Wurzeln bieten Halt.

 

"Kein Parfum dieser Welt ist so vollkommen, wie der Duft von nasser Erde."

Damaris Wieser