Advent 2017 - Seelenengel

"Engel des Rückblicks"

1. Adventsonntag - 3. Dezember

Um nach Innen zu gehen, habe ich die Malstifte hervorgeholt und male nun Adventengel. Kein Denken, kein Planen... einfach ein Hineinfallen in die Farben und ein Entstehen lassen, was im Inneren bereits geformt ist. Herausholen. Hervorkramen. Der Engel des Rückblicks wirft seinen Blick milde und sanft auf diese im Schwinden und Vergehen begriffenen Jahres zurück. Sanft und milde lässt er das was war verhallen, im Schein der Farben sich erlösen und hilft so zu integrieren, was wir erlebt und erfahren haben.  Mögen die Engel euch mitnehmen auf die Reise durch die Welt der Farben, der lichten Wesen und Formen, der Leichtigkeit und der Freude. Es sind Meditationsbilder - für die Seele.

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius


"Engel der Verspieltheit"

4 . Dezember - BarbaraTag

Heute am Barbaratag ist der Engel der Verspieltheit entstanden. Auf leichtem rosa Gewölk jongliert das Engerl mit blauem Haar mit den Sternengaben. Der Engel der Verspieltheit lässt uns die Strenge des Alltags und der Gesellschaft vergessen. Er taucht mit uns ein, in die Vorfreude, wenn wir die Barbarazweige schneiden und sie in die Vase stecken und auf die Blüten freuen wie ein kleines Kind. Er erinnert uns daran, auch Spaß haben zu dürfen. Wenn man auch glaubt, keine Zeit dafür zu haben. Erinnere dich an alte Kinderspiele: Wie war doch das Gummihupfen? Oder das Fäden abnehmen von den Händen deiner Freundin? Oder wie war das mit dem Herumpantschen in der Küche - Mehl und Wasser gatschen? Oder wie war es einfach in die Sterne zu schauen und zu träumen? Mit dem Feuer am Lagerfeuer zündeln mit einem Stecken? Eine Schneeballschlacht? Gönne Dir im starren Leben die Zeiten des Spielens. Ich lade Dich ein, in das Stern-Engelbild einzutauchen und Dich zu erinnern. An das Spiel mit dem Leben! Das freudige Spiel!


"Engel der Kristalle"

5. Dezember

Heute Nacht ward der Kristallengel entstanden, nachdem so viele wunderbare Flocken vom Himmel gefallen sind. Kristalle symbolisieren völlige Klarheit. Dieser seine Flügel ausbreitenden Kristallengel im herrlichen Kleid lädt Dich ein mit der Winterwunderwelt zu kommunizieren. Tauche ein in Schnee und Eis und erkenne die Botschaft des Winters, der Eiskristalle und den  Sinn dahinter. Mit den Gedanken ist es wie mit den Kristallen. Der Schneekristall muss vorher klar und ganz zuendegedacht sein, er ist fertig, bevor er sichtbar wird. Um ihn dann zu sehen, muss man wirklich hinsehen und dafür muss man die Augen öffnen. Und um den Kristall dann nachempfinden oder kennen zu können, muss man mit ihm getanzt haben, mit ihm gefroren haben, mit ihm in der Sonne gelitzert haben und mit ihm auch wieder zu Wasser geschmolzen sein. Erst dann hat man dem Kristall ganz und gar erlebt. Und so ist es mit den Gedanken. wollen wir die Gedanken zur Stille bringen, dann brauchen wir diese Fähigkeit des inneren Denkens, welche nicht mit dem Verstand, dem Gehirn verbunden ist. Ein meditatives Denken ruft keinen vegetativen Zerstörungsprozess unseres Nervensystems hervor, und macht auch nicht schläfrig. Während unser normales Denken und Grübeln oft gar schläfrig macht, wenn nicht zerstörerisch auf unsere Seele wirkt. Wie geht das nun? Mag mancher fragen. Nun, sei offen und lass Dich auf das Spiel mit der Natur, den Farben und der Stille im Advent ein. Meditiere mit einem Bild, dem Kerzenschein oder einem Satz: z. b. "Im Lichte strahlt die Weisheit!"

PS: Da einige gefragt haben, ob sie die Engelbilder verwenden dürfen. Ja gerne! lasst sie fleigen die Engerl.Das mögen sie die Engerl. Auch ich habe sie geschenkt bekommen... irgenwoher aus dem innersten, äussersten... die kommen einfach daher... immer des Nachts schleichen sie sich an... hihi

 

Weitere Gedanken zum 5. Dezember findet ihr hier..

Phänologischer Hexenkalender


"Engel der Lebenskraft"

6. Dezember

Der Engel der Lebenskraft und Fülle, so wie die Natur uns dies zeigt, die Farben der Weihnacht in Rot und Grün strahlen und daraus die goldenen Mitte wird, nimmt uns mit auf die Reise in die Berge, der Blumen, der Bäume der üppigen und erfüllten Frau. So wie die Klatschmohnwiese im Sommer sich vermischt mit dem Goldgelb der Kamille, dem goldenen Korn und dem Blau der Kornblumen, dem Grün saftiger Wiesen, so finden wir auch im Winter diese Farben wieder. Das Rot undGrün entdecken wir in den Immergrünen. Z. B in der  Stechpalme, Holly, sie ist sattgrün und wird geschmückt von lebenskraftroten Beeren. Wir erkennen die Lebenskraft in grünen Kränzen und roten Kerzen, das Gold im Schein der Lichter und das Blau im eisigen Schnee und in der klaren Kälte. Und die immergrünen Bäumen umspannen schützend mit ihren Tannenwedeln und Fichtenarmen die Landschaft und schon bald unsere guten Stuben als Christbäume. Mutter Natur und ihre vielen Gestalten in Wesenund Engeln, in Devas und Dryaden laden Dich ein zum Baden in den Farben des Regenbogens.


Engel der Wandlung

7. Dezember

Es war einmal ein Menschenkind. Viele Leben hatte es bereits hinter sich. Noch so manche vor sich. Vermutete es zumindest. Es war einmal ein König und einmal ein Bettelmann. Einmal war es Mutter und einmal war es ein Vater. Einmal war es ein Räuber und einmal war es eine gute Schwester, einmal war es arm und einmal war es reich und man könnte da noch viele Gestalten aufzählen. Viele Geschichten erzählen und dennoch wäre es unendlich. In diesem Leben war es so, dass das Menschenkind durch gewisse Umstände in ein Verlies geriet. Es war eine tiefe Grube mit vier Wänden, keiner Eingangstür und wohl auch keiner Ausgangstür. Nur zum Himmel hin war diese Grube offen. Da saß es das Menschenkind. Auf der Erde. Die Wände waren so hoch, es gab kein Entkommen. Es gab nichts zu Essen, nichts zu trinken. Nichts. Es begrüßte den Morgen, begrüßte den Abend und lebte die Tage und schlief die Nächte dazwischen. Es atmete ein und es atmete aus. Das Menschenkind. Und es merkte, es ging einem Ende entgegen. Und es wusste, dass es nun einfach wartete und hinatmete auf das Ende. Das Menschenkind nahm dies an. Es war da keine Angst. Irgendwann nahm es einen letzten großen Atemzug, um dann auszuatmen. Der leblose friedliche Körper sank zu Boden, das bescheidene Kleidchen schmiegte sich an die Erde, die das Menschenkind so lange durch das Leben getragen hatte. Und ein Vogel erhob sich in die Lüfte.


Maria "Königin aller Engel"

8. Dezember

Heute an Maria Empfängnis hat sich eine Maria auf das Blatt gewoben. Marienbilder begleiten mich immer wieder auf meinem Weg - vor allem auf dem Weg der Frau. Es ist ihre Anmut, ihre Mütterlichkeit, ihre Reinheit, ihre Zartheit und ihre Strahlkraft die vielen Frauen Mut gibt, die vielen Frauen Kraft schenkt. Maria erinnert die Frauen an ihre Urkraft. In einem alten Buch über Alchemie fand ich diese Zeilen: " Maria ist Kristall, ihr Sohn ist himmlisch Licht...."

Das ganz einfache Darstellen der Gestalt Maria in den Urfarben und Symbolen ist ganz bewusst gewählt, denn nur so kann sich im Ätherleib etwas weben. Wäre das Bild schon ganz fertig, mit Haut und Haar sozusagen, dargestellt, so wäre kein Sinnen mehr möglich, kein Bilden in Dir. Etwas in Dir wird sich daran erinnern. Erinnern an Dein Bild der Maria - der Königin aller Engel. Und ist es nur das Blau, in dessen Meer Du versinkst, und ist es nur das Rosa, in dessen Rosenblüte du eintauchst, und ist es nur das Gelb, zu dessen Sternen du Dich erhebst...


 

 " Maria - Sonne, Mond und Sterne"

9. Dezember

Es hat ein Bild gebildet sich

in sternenklarer Nacht,

am Himmelszelte leuchtend,

und auf Erden festgemacht.

Sonne, Mond und Sterne

führen Kräfte in jungfräuliche Erde,

geboren in der Ferne,

nun im reinen Mutterschoße werde.

Im Dunkel wird das Licht die Welt erschauen,

über den Regenbogen wird Leben sich erbauen.

Durch Farben klingend gewoben,

ersteigt sie aus des Wassers Wogen.

Maria, Mutter aller Wesen

aus edelstem Kristall erlesen,

trägst du den Stern des Lebens,

Licht der Sonne in den Händen Dein,

der Mond möge Wiege aller Seelen sein.

Hüllst liebevoll alles Leben

im Lichte Deines Mantels ein.

Monika Rosenstatter


Engel "Reite auf den Wellen des Lebens"

12.12.2017

Reite auf den Wellens des Lebens, lass dich nicht vom Strom der Zeit einsaugen, aber fließe mit dem Strom, wie die Forellen es tun, fliege mit dem Wind, wie die Vögel es machen. Eine Welle wird nie anhalten, sie kommt, ist und dann bricht sie. Versuche eine Welle festzuhalten, sie wird dir zwischen den Fingern entgleiten. Du kannst es abermals probieren, aber die Welle kannst Du nicht festhalten, immer wieder zerrinnt sie Dir in Händen. Du kannst sie nicht fassen. Aber was Du kannst, ist auf ihr reiten. Auf der Welle balancieren lernen und dich ganz der Welle hingeben und anpassen. Das ist es was Du kurz erfahren kannst, dieses Glückgefühl, wenn die Welle dich ein Stück weiter trägt. Und dann einfach warten auf die nächste Welle. Welle um Welle kommt und geht. Und ganz egal, ob sie dir in den Händen zerfließt, du sie bewunderst am Strand oder auf ihr reitest... die Welle bleibt eine Welle. Und sie ist nur eine Welle, weil sie irgendwo beginnt und irgendwo wieder bricht. Haben kann man eine Welle nicht, aber ihrer Bewegung folgen, sich ihr hingeben. Und dem Rauschen der Wellen lauschen.

Ich wünsche Euch einen guten Tag ein Wellenreiten auf dem Strom des Lebens.

Eure Monika


Lucia - Erblicke das Licht der Welt

13. Dezember

Erblicke das Licht der Welt. Lucia verkörpert das Licht, welches erblickt wird wenn etwas aus der Dunkelheit kommt. Sei es ein kleines Kindchen aus dem Schoß der Mutter, nachdem es 9 Monate herangereift ist, wohlbehütet und warm, im Dunkel des Mutterschoßes und gewogen im Wasser der Frucht. Sei es der kleine Keim, wenn er aus dem Weizenkorn neugierig sich herausschiebt und vielleicht sogar erst das Licht erahnen kann, weil er ja noch unter der Schneedecke verborgen ist, sei es jeden Morgen, wenn wir die Augen öffnen und das Licht der Welt erblicken, nach einer dunklen Nacht in der wir uns den Morgen und den Tag sinnlich herbeiträumten. Jeder Tag, an dem wir das Licht der Welt erblicken, ist wie ein kleines Weizenkorn, wie ein kleines Kind, das heranwachsen darf, um dann wieder in die Nacht zu ziehen. Es sind die großen Zyklen, es sind die kleinen Zyklen. Es ist stets ein Wechsel vom Dunkel ins Licht, vom Licht ins Dunkel. Es ist stets eine 13. Das alte, das Liebgewordene loslassen und wieder neu empfangen. Lucia wird auch von Frauen mit Kinderwunsch gerne angerufen, um Hilfe gebeten. Und auch hier ist die 13 nicht ganz unbedeutend. Denn will ich ein Kind empfangen, gebären, begleiten, so wird es so sein, dass ich wohl Altes und Gewohntes Loslassen muss, um für das Neue, das Kind Platz zu schaffen. Will ich ein Weizenkorn wachsen lassen, muss ich wissen, dass ich aus diesem einen Korn kein Brot mehr backen kann, aber aus den vielen Körnern die dieses eines Korn mir schenkt, kann viel Hunger gestillt werden. Und so versenkt sich dann das eine Korn in die Erde, wächst und viele kleine Körner erblicken das Licht der Welt. Und dann muss man nur noch die Augen öffnen um das Licht in der Welt zu sehen. Denn das Licht der Welt erblicken, ist nicht gerade das Einfachste was wir als Aufgabe bekommen haben oder annehmen können. Lucia wird auch die "Augenöffnerin" genannt. Darum schließe immer bewusst die Augen am Abend und öffne sie bewusst am Morgen. Sieh den Tag wachsen und die Nacht herannahen. Sieh das Jahr kommen und das Jahr gehen. Sieh das Leben - wie es kommt und geht.  Gebäre Dich selbst jeden Tag neu.

PS: Mach doch den Versuch und bringe einige Weizenkörner in einem Teller zum Keimen. Beobachte wie das Leben sich entpuppt!

Herzlichst Eure Monika


"Mata" Mutter

15. Dezember

Der einfachste Ausdrück der Liebe ist die der Mutterliebe. Sie nährt, sie liebt, sie geht an Deiner Seite. wenn Du gehen lernst, achtet sie darauf, dass du nicht hinfällst, das ist ganz natürlich. Aber sie lässt dich auch selber wieder aufstehen, solltest Du fallen. Mit ihrem Gebet ist eine Mutter immer bei ihrem Kind. Des Nachts, wenn Du glaubst alleine zu wandeln, des Tags wenn Du in der kunterbunten Welt dich zurechtfinden willst. Mutter ist immer an Deiner Seite. Ihr Herz in Deinem Herzen, Dein Herz in ihrem Herzen. Ein Herz. Es ist das Einfachste und Heilsamste. Mutterliebe.